Hauptinhalt

Zuständigkeitsbereich

Der Landkreis Bautzen (obersorbisch Wokrjes Budysin) ist mit 2.390 Quadratkilometern der flächenmäßig größte Landkreis im Freistaat Sachsen. Er erhielt seine heutige Gestalt am 01.08.2008 durch die Zusammenlegung der ehemaligen Landkreise Bautzen und Kamenz sowie der früheren kreisfreien Stadt Hoyerswerda im Zuge der Verwaltungsreform. In einigen Gemeinden des Landkreises werden Gäste zweisprachig begrüßt (»Witajce k nam!«), da hier neben Deutschen auch Sorben leben.

Der Landkreis erstreckt sich von der brandenburgischen Grenze im Norden mit der Königsbrück-Ruhlander Heide im Westen und der Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft im Osten über das Oberlausitzer Gefilde in der Mitte bis zum Oberlausitzer Bergland (umgangssprachlich als »Oberland« bezeichnet) im Süden.

Durch die Verzahnung der Großlandschaften Bergland, Hügelland und Flachland existiert eine mannigfaltige und einzigartige Tier- und Pflanzenwelt. Im Landkreis befinden sich 25 Landschaftsschutzgebiete und 18 Naturschutzgebiete sowie 16.622 Hektar des 30.102 Hektar großen Biosphärenreservates »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft«.

Auch die landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen in unserem Dienstbezirk sind vielfältig. Geprägt durch eiszeitliche Einflüsse wechseln die Verhältnisse auf relativ kurzen Entfernungen. Charakteristisch für die Königsbrück-Ruhlander Heide und das Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet sind überwiegend geringere Bodenqualitäten, Nährstoffarmut und eine nicht ausreichende Wasserversorgung mit geringem Wasserhaltevermögen der Böden. Im Oberlausitzer Gefilde und vor allem im Oberlausitzer Bergland steht mehr Wasser zur Verfügung. Die Böden sind ertragreicher und insbesondere zwischen Kamenz und Bautzen lößdominiert.

Im Landkreis werden rund 100.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche genutzt (Anteil siehe nachfolgende Übersicht). Die Bodenqualität differiert dabei mit Bodenwertzahlen zwischen 17 und 80 Bodenpunkten. Ein Teil der landwirtschaftlich genutzten Fläche befindet sich in landwirtschaftlich benachteiligten Gebieten. Eine weitere Besonderheit ist die (durch Mönche) angelegte Teichlandschaft, die sich auf zirka 3.700 Hektar erstreckt und wo vor allem Karpfen für den regionalen und überregionalen Bedarf produziert werden. Bemerkenswert ist auch der Hopfenanbau, dessen Anbauumfang fast 100 Hektar erreicht.

zurück zum Seitenanfang