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Zuständigkeitsbereich

Der Zuständigkeitsbereich der Informations- und Servicestelle Rötha umfasst ein Territorium von zirka 192.700 Hektar, wovon etwa 107.400 Hektar landwirtschaftlich bewirtschaftet werden.  Er erstreckt sich über das Gebiet der Stadt Leipzig und den Landkreis Leipzig, der sich aus den ehemaligen Landkreisen Leipziger Land und Muldentalkreis zusammensetzt.

Weite Teile, besonders im Norden und Westen des Amtsbezirkes gehören zur Leipziger Tieflandbucht mit ihren fruchtbaren Lößböden
(Lö 3–6) und Ackerzahlen von 60 bis über 90. Der südöstliche Teil ist Bestandteil der Mittelsächsischen Platte mit ebenfalls fruchtbaren Lößlehmböden (Lö 4–5). Etwas geringere Bodenqualitäten mit Ackerzahlen von 35 bis 55 herrschen im Nordosten des Amtsbereiches vor, während im Uferbereich der Mulde Standorte mit Ackerzahlen zwischen 60 und 70 dominieren.

Die durchschnittliche Bodenbeschaffenheit der Region verspricht eine recht hohe Ertragsfähigkeit, wobei allerdings der Niederschlag, besonders im nördlichen Teil, ertragsbegrenzend wirkt. Während im langjährigen Mittel im Südosten 600 Millimeter Niederschlag verzeichnet wurden, waren es im Norden sogar nur etwa 540 Millimeter.

Der Dienstbezirk setzt sich aus unterschiedlichen Entwicklungsgebieten zusammen. Im Umfeld der Stadt Leipzig ist durch Gewerbe- und Wohnstandorte eine hohe Attraktivität gegeben, die zu einem permanenten Flächenentzug durch Erweiterung von Wohngebieten sowie Infrastrukturmaßnahmen führt. Südlich und südöstlich von Leipzig ist die Landschaft vom Bergbau geprägt. Auf rund 6.200 Hektar sind Bergbaukippen entstanden, die zum größten Teil durch die Landwirtschaft genutzt werden. Deren Bodenqualitäten sowie das Wasserhaltevermögen sind jedoch relativ gering. Die Größe des Abbaulandes (Tagebaue, Restlöcher, Abbaufelder) beträgt zirka 12.400 Hektar. Der ständige Entzug von Flächen auf Grund neuer Abbaufelder sowie Rückgabe renaturierter Bergbauflächen bringen eine hohe Unruhe und Belastung in die Landwirtschaftsbetriebe. Allerdings stellen die Landschaftsgestaltung und schrittweise Aufforstung auch eine Zukunftsaufgabe für Landwirte dar.

Vom Nordosten bis zum Südosten des Dienstbezirkes erstreckt sich eine ausgeprägte Agrarregion, die mit ihrer Naturraumausstattung einen beträchtlichen Erholungswert bietet.

Die 910 landwirtschaftlichen und gärtnerischen Unternehmen, in denen 4.700 Arbeitskräfte beschäftigt sind, entwickelten sich in unterschiedlichsten Rechtsformen, vom Einzelunternehmen bis zur Aktiengesellschaft sehr erfolgreich.

Investitionen in einer Größenordnung von 150 Millionen Euro schufen wettbewerbsfähige Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Auf diesem begünstigten Ackerbaustandort gedeihen auf  61 Prozent Getreide, vor allem Winterweizen, 19 Prozent Ölfrüchte, sowie 9 Prozent Silomais, 2,8 Prozent Zuckerrüben, 0,6 Prozent Körnerleguminosen und 1,4 Prozent Kartoffeln. Dabei sind Getreideerträge von 80 Dezitonnen je Hektar in vielen Betrieben keine Ausnahme mehr. Der Grünlandanteil liegt bei zirka 10,8 Prozent.

Die Tierproduktion hat sich durch umfangreiche Rationalisierungsvorhaben stabilisiert. Heute werden zirka 41.000 Rinder, davon zirka 15.700 Milchkühe, 47.300 Schweine, 18.700 Schafe und Ziegen tierartgerecht gehalten. Das Leistungsniveau erhöhte sich dabei enorm. So stieg die durchschnittliche Milchleistung im Dienstbezirk auf 8.764 Kilogramm (4,10 Prozent Fett, 3,42 Prozent Eiweiß). Spitzenbetriebe erreichen dabei fast 10.600 Kilogramm je Kuh.

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