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Fachinformationen aus den Sachgebieten

Neue Beraterin für Fachrecht Tierhaltung im FBZ Wurzen/ ISS Rötha

Seit 01.11.2019 gibt es im FBZ Wurzen/ ISS Rötha wieder eine Sachbearbeiterin für das Fachrecht in der Tierhaltung, Frau Jeannette Heinrich. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Beratung tierhaltender Betriebe hinsichtlich der Einhaltung des Fachrechtes und der Cross-Compliance-Verpflichtungen, der Anforderungen an Lagerstätten für organische Wirtschaftsdünger und Silage sowie zu Tierschutz und –kennzeichnung. Ihr Tätigkeitsbereich sind die Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie die Stadt Leipzig.

Ihre Zuständigkeit erstreckt sich grundsätzlich auf alle Tierarten. Schwerpunkte sind Rinder, Schweine und Schafe. Darüber hinaus fungiert sie als Ansprechpartner für ökologische Tierhaltung. Der Dienstsitz von Frau Heinrich ist die Informations- und Servicestelle in Rötha. Bei Fragen zum Fachrecht in der tierischen Produktion können Sie sich also gern an unsere neue Mitarbeiterin wenden.

Ansprechpartnerin:
Jeannette Heinrich
Telefon: (034206) 589-27
E-Mail: Jeannette.Heinrich@smul.sachsen.de

Planung des nächsten Winterschulungsjahres der regionalen Rinderzuchtvereine Muldental, Mockrehna, Döbeln und Rötha

Wie in den vergangenen Jahren sind für 2020 zwei Exkursionen geplant:

  • 3-tägige Fachexkursion des Röthaer Rinderzuchtvereins e.V.
    Ziel: Mecklenburg
    Zeit: 3.–5. April 2020
  • Tagestour der Mockrehnaer, Muldentaler und Döbelner Rinderzuchtvereine
    Ziel: IFN Schönow
    Zeit: September 2020

Die Einladungen zu den Fachexkursionen sind für alle Betriebe des »großen gebündelten Vereins«. So haben alle Betriebe die Möglichkeit, an einer oder an beiden Fachexkursionen teilzunehmen.

Neben den Exkursionen sind zwei weitere Veranstaltungen der regionalen Rinderzuchtvereine geplant, und zwar

  1. Auswertung MLP/GERO Jahresabschluss 2019 – LKV
    Auszeichnung der Betriebe
    Aktuelles aus LKV und LKS
    Fruchtbarkeitsgeschehen - Tiervermarktung - Tiertransporte - Masterrind
    Ort: »Schiffsmühle« in Höfgen/ Grimma.
    Termin: Donnerstag, den 23.01.2020 / 13.00 Uhr
  2. Für die zweite Veranstaltung wurde die Agrargenossenschaft Naundorf- Niedergoseln gewonnen.
    Das Thema »Futter-Fütterung« soll hier im Fokus stehen.
    Termin: März 2020 (wird noch bekannt gegeben)

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Ihren regionalen Rinderzuchtverein.

Düngebedarfsermittlung für die Stickstoffdüngung auf Ackerland nach Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 01. Oktober

Ein aktuelles Prüf- und Dokumentationsblatt unterstützt Sie bei der Ermittlung des Düngebedarfs für die Stickstoffdüngung auf Ackerland nach Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 01. Oktober.

Pflanzenschutzmittelverbot auf ökologischen Vorrangflächen

Im Europäischen Parlament wurde ein Pflanzenschutzmitteleinsatz-Verbot auf ökologischen Vorrangflächen beschlossen. Das bedeutet unter anderem, dass bei Ackerbohnen und Erbsen alljährlich notwendige Maßnahmen wie die chemische Bekämpfung der Unkräuter, der Blattläuse und Erbsenwickler auf diesen ausgewiesenen Flächen verboten sind.

Obwohl sich laut der Ausgabe 23 der Bauernzeitung vom 9. Juli 2017 Seite 19 mehrere Abgeordnete im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments gegen dieses Verbot ausgesprochen haben, dürfte für den Anbau 2018 das Verbot gültig bleiben.

Qualifizierung Naturschutz für Landnutzer (Naturschutzberatung)

Interessierte Landwirte können sich ab sofort an die für ihren Altkreis zuständigen Naturschutzqualifizierer wenden. Diese stehen kostenlos für Beratungen zu naturschutzkonformen Bewirtschaftungsweisen, der Vermittlung über den Wert der Biologischen Vielfalt und zu naturschutzkonformem Handeln, ggf. unter Nutzung vorhandener Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Das betrifft insbesondere folgende Fragen:

  • In welchen Schutzgebieten oder Lebensräumen wirtschafte ich und was ist dabei zu beachten (z.B. Schutzgebietsverordnungen)?
  • Welchen Beitrag kann ich durch welche Bewirtschaftung oder sonstige betriebliche Maßnahmen für den Erhalt der Kulturlandschaft leisten und welche Fördermöglichkeiten gibt es (z.B. Naturschutzfördermaßnahmen, RL AUK)?
  • Wie kann ich die richtige Umsetzung von Naturschutzfördermaßnahmen sicherstellen (z.B. Ergebnisorientierte Honorierung, GL1 RL AUK)?

Ab Januar 2016 ist diese Beratung nicht nur für einzelne Flächen eines Betriebes möglich, sondern für den gesamten Betrieb.

Ihre Ansprechpartner (nach Betriebssitzprinzip):

Altkreis Muldentalkreis
Carmen Friedrich
Telefon: (034296) 39 83 28 oder mobil: (0179) 6 98 61 27
E-Mail: c.friedrich@e-nitz.de

Altkreis Leipziger Land
Sabine Schlenkermann
Telefon: (03423) 60 29 33
E-Mail: es.schlenke@t-online.de

Hinweise zum Zwischenfruchtanbau

Zu den ökologischen Vorrangflächen (EFA) können nach den Vorgaben des EU-Rechts auch Flächen mit einer bestimmten Flächennutzung  zählen.  Hierzu gehört gemäß Artikel 46 Absatz 2 Buchstabe i der VO (EU) Nr. 1307/2013 auch der Zwischenfruchtanbau.

Dabei sind folgende Auflagen einzuhalten:

  • Kulturpflanzenmischung aus mindestens 2 Arten gemäß Anlage 3 DirektZahlDurchfV; keine Art mit mehr als 60 % Anteil an Samen der Mischung. Gräser jedoch insges. max. 60 %.
  • Aussaat der Kulturpflanzenmischung nach Ernte der Vorkultur: frühestens am 16. Juli bis spätestens 1. Oktober.
  • Die Grasuntersaat darf im Folgejahr als Hauptkultur genutzt werden, dann aber nicht mehr als EFA.
  • Zwischenfrüchte und Begrünungen müssen bis 15.02. des Folgejahres auf der Fläche belassen werden. Walzen/Häckseln/Schlegeln ist zulässig.
  • Im Antragsjahr nach Vorkultur: Kein mineralischer N-Dünger, kein chemischer Pflanzenschutz, kein Klärschlamm, Nutzung nur als Weide für Schafe, Ziegen. Im Folgejahr ist auch das Beweiden mit anderen Tierarten (z.B. Rindern) erlaubt. Nach dem 15.02. ist jegliche Nutzung des Aufwuchses möglich.

Greening-Eignung von Zwischenfruchtmischungen

Jeder Landwirt ist gemäß EU-Regelungen verpflichtet bei Kontrollen durch die Landwirtschaftsverwaltung den Nachweis der Greening-Eignung für Saatgutmischungen zu erbringen.

Anbieter von gebrauchsfertigen Zwischenfruchtmischungen für ökologische Vorrangflächen garantieren in der Regel mit Ihren Rechnungslegungen die »Greening-Fähigkeit« ihrer angebotenen Mischungen.

So teilte beispielsweise die BayWa mit, dass für den Landwirt als Nachweis auf jeder Rechnung noch einmal die Bestätigung der Greening-Fähigkeit abgedruckt ist. Die BayWa bietet zudem die Übermittlung der Zusammensetzung von Mischungen an, wenn die Anfrage unter Angabe der Mischungsnummer erfolgt.

Die BayWa weist die »Greening-Fähigkeit« auf der Rechnung aus.

Haben Sie Zwischenfruchtmischungen von anderen Anbietern erworben, empfehlen wir Ihnen, sich vom Produzenten/Lieferer  einen entsprechenden Mischungsnachweis geben zu lassen.

Sollten Landwirte dagegen eigenen Mischungen verwenden, weisen wir an dieser Stelle nochmals darauf hin, dass zwingend eine Rückstellprobe aufzubewahren und bei Kontrollen auf Anforderung vorzuzeigen ist.

Weitere Informationen finden Sie in der Bundesbroschüre zur »Umsetzung der EU-Agrarreform in Deutschland« Ausgabe 2015 und im Internet unter dem folgenden Link.

Cross Compliance-Verpflichtung - Nährstoffvergleich

Bei den in diesem Sommer durchgeführten CC-Kontrollen zur Einhaltung der Nitratrichtlinie wurden häufig Verstöße beim Kontrollschwerpunkt Nährstoffvergleich festgestellt, die entsprechende Sanktionen nach sich zogen. 

Obwohl die Nährstoffvergleiche für das vergangene Düngejahr spätestens bis zum 31. März zu erstellen sind, konnten einige Betriebe bei der Kontrolle keinen Nährstoffvergleich vorweisen. Auch fehlerhafte oder unvollständige Nährstoffvergleiche waren öfters zu verzeichnen, was ebenfalls zur Kürzung der gesamten Zahlungen des Betriebes führt.

Nutzen Sie deshalb die Wintermonate zur Erstellung Ihrer Nährstoffvergleiche und wenden Sie sich bei Fragen an den angegebenen Ansprechpartner.

Mit dem Berechnungsprogramm BESyD, das kostenlos im Internet zur Verfügung steht kann der Nährstoffvergleich recht einfach korrekt  erstellt werden.

Hinweise und Berechnungsformulare finden Sie auch in der  Broschüre »Umsetzung der Düngeverordnung«.  

Anfragen zur Wildgänseproblematik

Bei Fragen zur Vermeidung von Wildgänseschäden steht den Landwirten seit vielen Jahren der Naturfreund Rainer Steinbach aus Windischleuba zur Seite. Er hat mit den betroffenen Betrieben stets einen sehr vernünftigen Kontakt gepflegt und kompetente Hilfe geleistet. Auch in diesem Jahr ist er wieder bereit, den Betrieben Hilfe und Beratung in der Wildgänseproblematik anzubieten.

Es wird um Beachtung gebeten, da sich seine Kontaktdaten teilweise geändert haben. Rainer Steinbach ist ab sofort wie folgt zu erreichen:
Telefon: (03447) 891263, Mobil: (0151) 64554070
E-Mail: fabalis@gmx.de

Ansprechpartner in der ISS Rötha
Dietmar Mühlberg
Telefon: (034206) 589-27
E-Mail: Dietmar.Muehlberg@smul.sachsen.de

Gesetzliche Bestimmungen zum Pflanzenschutz

  • Pflanzenschutz-Sachkunde-Nachweis gilt noch bis zum 26.11.2015
  • Anwender eines landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstwirtschaftlichen Betriebes, Lohnunternehmer, Berater, Ausbilder und Verkäufer müssen bis 26.05.2015 einen Antrag auf Neuerteilung stellen.
  • Ab 01.01.2013 besteht eine Pflicht zum Besuch einer Fortbildung aller 3 Jahre
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur auf landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Flächen (Hofflächen, Wege und Plätze bedürfen Ausnahmegenehmigung durch das LfULG) erlaubt
  • Es gilt eine Aufzeichnungspflicht bei Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bezüglich:
    - Name des Anwenders
    - Name des Pflanzenschutzmittels
    - Anwendungszeitpunkt
    - Aufwandmenge
    - Flächenbezeichnung
    - Anwendungsgebiet (Kultur, Zielobjekt)
  • Aufzeichnungspflicht für Betrieb bei Anwendung mindestens 3 Jahre
  • Für Händler, die Profimittel nur an sachkundige Personen abgeben, gilt, sie müssen Aufzeichnungen über Lagerung und Abgabe führen. Diese müssen am Jahresende noch weitere 5 Jahre aufgehoben werden.
  • Pflanzenschutzmittel dürfen noch bis zu 6 Monate nach Ablauf der Zulassung verkauft werden.
  • Pflanzenschutzmittel dürfen noch 18 Monate nach Zulassungsende eingesetzt werden.
  • Pflanzenschutztechnik muss vom BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) zugelassen sein und aller 2 Jahre durch einen Kontrollbetrieb geprüft werden.
    Siehe auch: http://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/psm_node.html
  • Einhaltung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln für alle Zulassungsparameter
  • Einhaltung der Bienenschutzbestimmungen, Anwendungsverbote und –beschränkungen
  • Einhaltung von Abstandsauflagen zu Gewässern und Feldgehölzen sowie aller Festlegungen in Auflagenform
  • Der Mindestabstand bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln muss zu Umstehenden und Anwohnern bei Anwendungen in Flächenkulturen 2 Meter und bei der Anwendung in Raumkulturen 5 Meter betragen.

Beratung zur Einkommens- und Vermögenssicherung in Rötha

Seit 01.10.2011 ist die Informations- und Servicestelle Rötha für die Beratung zur Einkommens- und Vermögenssicherung in ganz Sachsen zuständig. Landwirtschaftliche und gartenbaulichen Betriebe, deren Existenz gefährdet ist oder die in Gefahr geraten, ihre Existenz zu verlieren, können sich vertraulich an die Außenstelle wenden.

Im persönlichen Gespräch werden die gegenwärtige betriebliche Situation erörtert und Lösungsvorschläge unterbreitet. Die Beratung kann vor Ort, am Telefon oder schriftlich erfolgen und ist für den Anfragenden kostenfrei.

Ansprechpartner im LfULG:
Antje Kauffold
Telefon: (034206) 589-23
E-Mail: antje.kauffold@smul.sachsen.de

Hans-Jörg Heilmann
Telefon: (034206) 589-31
E-Mail: hans-joerg.heilmann@smul.sachsen.de

Geruchsbelästigung Gülle/Stallmist

Bei der Ausbringung von Gülle aus der Tierproduktion sowie aus Biogasanlagen und bei der Zwischenlagerung von Stalldung an Wohnbebauungen kam es immer wieder zu verstärkten und zumeist auch berechtigten Beschwerden durch Anwohner.

In diesem Zusammenhang bitten wir, auch im Hinblick auf die Gülleausbringung nach der Gerteideernte, um mehr Sensibilität und Rücksichtnahme im ländlichen Raum. Eine Geruchsbelästigung ist auf das mögliche Maß zu reduzieren. Die zu begüllenden Flächen sollten nach Möglichkeit so gewählt werden, dass an Wochenenden oder in den Abendstunden die Nähe von Wohnbebauungen vermieden wird.

Hühnerkot muss nicht direkt neben einer Wohnbebauung über Wochen zwischengelagert werden.

Auch hinsichtlich der Gülleausbringungstechnik gibt es Ansatzpunkte zur Geruchsminderung und damit auch zur Reduzierung der Ammoniakverluste, die beachtet werden sollten.

Sie wollen investieren - zum Beispiel Land kaufen?

Ist die sofortige Bezahlung immer die günstigste?

Oft bieten ältere Menschen, Erben oder insbesondere Erbengemeinschaften landwirtschaftliche Flächen zum Kauf an. Für den Käufer ergibt sich oft die Frage, ob das ihm vorliegende Angebot sinnvoll ist.

Lassen Sie uns das an einem Beispiel betrachten.

Ein Verkäufer möchte beispielsweise 10 Hektar Ackerland mit AZ 60 für 0,80 Euro pro Quadratmeter verkaufen. Das landwirtschaftliche Unternehmen möchte aber beim Kaufpreis sparen.

Der Landwirt muss auch die weitere Finanzierung seines Unternehmens im Auge behalten. Eine Möglichkeit, dem Verkäufer entgegenzukommen, wäre, einen Ratenkauf in Höhe des geforderten Kaufpreises auszuhandeln.

Was bringt das? Wie kann das beurteilt werden?

zum Beispiel durch Nutzung finanzmathematischer Methoden zur Beantwortung der Frage:
Was wäre mein in 1, 2, 3 ... Jahren zu zahlendes Geld bei einem unterstellten Zinssatz von 6 Prozent heute wert? (Barwert)

Vergleichen Sie dazu unsere kleine Excel-Kalkulation.

Kreditierung von Investitionen - Annuitäten- und Abzahlungsdarlehen - Wie viel m

Im Rahmen investiver Maßnahmen im Unternehmen ist es meist erforderlich einen Kredit bei einer Bank aufzunehmen. Neben der Kredithöhe und dem Zinssatz nimmt die Kreditlaufzeit und eventuell tilgungsfreie Jahre Einfluss auf die jährlich zu leistenden Zins- und Tilgungsleistungen. Die Excel-Programme Annuität und Abzahlungsdarlehen können Sie herunterladen und für Kalkulationszwecke nutzen.

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