Hauptinhalt

Impressionen

Verabschiedung der Abschlussklasse Wirtschafter SgW16

Am 26.06.2018 wurden die Fachschülerinnen und Fachschüler des Zwickauer Jahrganges 2016 zum/r staatlich geprüften Wirtschafter/in für Landwirtschaft feierlich verabschiedet. In den letzten beiden Schulwintern haben sich die jungen Landwirtinnen und Landwirte mit den vielfältigen Anforderungen an Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter in der Fachschule auseinandergesetzt. Der Klasse kam dabei zu Gute, dass einige von Ihnen Quereinsteiger sind und dadurch viel Lebens- und Berufserfahrung aus anderen Branchen untereinander geteilt werden konnte.

Mit dem Abschluss als Wirtschafter/in für Landwirtschaft stellt sich jeder von ihnen nun neuen Herausforderungen in der sächsischen Agrarwirtschaft. Dies reicht von der Übernahme des elterlichen Betriebs, der Umstellung des Hofes auf ökologischen Landbau, Verantwortung als Leiter der Pflanzenproduktion in einem größeren Marktfruchtbetrieb oder als Mitarbeiterin im Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.

Aber alle kommen sicher wieder nach Zwickau. Entweder zu einer der Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen im Winter oder sie starten im nächsten Vorbereitungslehrgang zur Meisterprüfung im Beruf Landwirt/-in.

Die Vorbereitungen für den Start des neuen Fachschuljahrganges im Winterhalbjahr 2018 laufen. Es sind auch noch Plätze frei. Anmeldungen sind noch möglich. Fragen Sie einfach nach.

Die Abschlussklasse SgW 16, der Beigeordnete des Landrates von Zwickau Herr Michaelis (2 v.r.) und Lehrkräfte der Fachschule für Landwirtschaft Zwickau
Die Abschlussklasse SgW 16, der Beigeordnete des Landrates von Zwickau Herr Michaelis (2 v.r.) und Lehrkräfte der Fachschule für Landwirtschaft Zwickau 

Grüne Berufe einen Tag lang im Fokus

»Jugendliche der Fachschule für Landwirtschaft Zwickau werben in Blankenhain für ihren Beruf. Für den Gastgeber, das ortsansässige Agrarunternehmen und die Bildungseinrichtung eine Premiere.«
(Freie Presse vom 20.03.2017)

Im Rahmen des Lernfeldes »Projekte managen« organisierten die Fachschüler der Klasse SgW16 im Laufe des Winterhalbjahres einen Berufsinformationstag auf dem Gelände der Agrargenossenschaft Blankenhain e.G. Trotz des regnerischen Wetters nahmen über 30 Jugendliche der Klassen 7–10 mit ihren Eltern oder Großeltern die Einladung an und informierten sich aus erster Hand über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten in den Grünen Berufen. An den Stationen auf dem Betriebsgelände und nach den Vorträgen der Fachschüler suchte der zukünftige Berufsnachwuchs das Gespräch mit den Fachschülern, um einen Einblick in das Berufsbild Landwirt/in, Tierwirt/in, Pferdewirt/in oder Fachkraft Agrarservice zu bekommen. 

Am meisten Interesse zeigten die zukünftigen Auszubildenden für die Landtechnik des Betriebes und für den Beruf Pferdewirt/in.

Demonstration Scharwechsel in der Maschinenhalle

Informationsstand für den Beruf Pferdewirt/-in

Projekttage der Plauener und Zwickauer Fachschüler im historischen Ambiente

Anfang November begann für die neue Klasse der Fachschule für Landwirtschaft Zwickau der Unterricht  zum/zur Staatlich geprüften Wirtschafter/in für Landwirtschaft. Um sich auf die Herausforderungen und die Themen der nächsten beiden Wintersemester einzustimmen, wurde gemeinsam mit dem 3. Semester der Fachschule für Landwirtschaft Plauen eine Fachexkursion in das Vogtland organisiert.

Erste Station war der Bauernhof Gruschwitz in Rützengrün. Die Projektaufgabe bestand darin, die Produktion des Betriebes und die Direktvermarktung der hofeigenen Produkte zu analysieren und aktuelle Fragestellungen mit in den Fachschulunterricht zu nehmen. Übernachtet wurde in dem christlichen Jugendbildungszentrum Rittergut Schilbach bei Schöneck. Das historische Herrenhaus stand den beiden Fachschulklassen für alle drei Tage zur Verfügung und war Ausgangspunkt für weitere Exkursionen in das verschneite Vogtland. Einblick in eine andere Branche erhielten die Schüler bei der Firma GK-Software in Schöneck, welche sich auf Kassensoftware spezialisiert hat. Obwohl sich dieses Arbeitsumfeld vollständig von dem des Landwirtes unterscheidet, gibt es auch Gemeinsamkeiten. Schließlich entscheidet sich der Erfolg der Landwirtschaft maßgeblich an der Kasse und die Digitalisierung ist auf modernen Landwirtschaftsbetrieben Tagesgeschäft.

Nach der Besichtigung von zwei Milchviehbetrieben waren sich alle Teilnehmer einig, dass es ein guter Auftakt in das Wintersemester war. Schließlich konnten die Plauener ihr Wissen aus dem ersten Semester einbringen und Erfahrungen an die Zwickauer von Schüler zu Schüler weiter geben. Die letzte Projektgruppe brachte es dann schliesslich auf den Punkt: »Dies war eine super erfolgreiche Schulkooperation der Fachschulen für Landwirtschaft Plauen und Zwickau«.

Schüler der Fachschulen Plauen und Zwickau bestreiten die Projekttage zum Schulbeginn gemeinsam.

Kennenlernen von Geschäftspartnern der Landwirtschaft - Denken in Wertschöpfungsketten

Im Schuljahr 2015/2016 haben die Zwickauer Fachschüler im Rahmen des Unterrichts und während der Sommerschultage wieder Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereiches der Landwirtschaft besucht.

Die 25 Schülerinnen und Schüler konnten die Qualitätsanforderungen, Produktionsbedingungen und Absatzmärkte ihrer wichtigsten Geschäftspartner vor Ort kennen lernen. Die Bandbreite der besuchten Unternehmen reicht von der Reika GmbH in Reinsdorf über die Friweika eG Weidensdorf, Südost Fleisch GmbH Altenburg bis zum Werk der Südzucker AG in Zeitz.

Bei allen Unternehmensbesichtigungen wurde den Fachschülern deutlich, dass sie mit der Qualität ihrer landwirtschaftlichen Produkte den Grundstein für die Lebensmittelsicherheit in der gesamten Wertschöpfungskette legen. Somit tragen sie wesentlich dazu bei, das Vertrauen der Verbraucher durch hochwertige Nahrungsmittel zu erhalten.

Aber Landwirtschaftsbetriebe erzeugen nicht nur Nahrungsmittel. Während der Exkursion zu Sachsenforst in den Werdauer Wald konnten die Schüler feststellen, dass auch in ihrem Privatwald oft noch ungenutztes Potential schlummert.

Fachschüler in der Diskussion über die Getreidevermarktung der Reika GmbH.

Bei Sachsenforst konnten wir Möglichkeiten der Holzernte und Vermarktung kennenlernen.

Unterricht auf Praxisbetrieben – Sammeln von neuen Ideen für Einkommensalternativen

Der praktische Unterricht auf Landwirtschaftsbetrieben ist ein fester Bestandteil der Fachschulausbildung in Zwickau. Im Rahmen von Exkursionen und Betriebsbesuchen können so neue Technologien oder auch exotische Produktionsverfahren kennen gelernt werden. Das Gespräch mit den Betriebsleitern gibt den Schülern einen Einblick in die Notwendigkeit nicht nur als Produzent, sondern auch als Unternehmer tätig zu sein. Dazu gehören neue Ideen, der Mut diese zu beginnen und die Ausdauer sie auch zum Erfolg zu bringen.

Die Fachschulklasse besuchte 2016 unter anderem den Landwirtschaftsbetrieb Heinz um die Zucht und Direktvermarktung von Angus-Rindfleisch kennen zu lernen. Auch auf dem Landwirtschaftsbetrieb Ehrig in Königswalde dreht sich alles um die Erzeugung und Direktvermarktung von Ziegenkäse. Die Hendel GbR in Stangengrün pflegt ihr Grünland mit 650 Mutterschafen und hat sich dadurch ein weiteres Standbein geschaffen. Ein besonderes Angebot für Pferdebesitzer bietet der Reiterhof Seifert in Obercrinitz durch die Haltung im Bewegungsstall. Wie die Zwickauer Fachschüler feststellen konnten, fühlen sich die Pferde im Bewegungsstall sichtlich wohl. Aber auch die Pferdebesitzer sind zufrieden und der Reiterhof hat durch dieses außergewöhnliche Angebot entsprechend guten Zuspruch.

Gefüttert mit diesen Ideen und der notwendigen Kreativität entwarfen die Schüler schließlich im Rahmen eines Gruppenprojektes neue Einkommensmöglichkeiten für Ihre eigenen Betriebe.

Die hervorragenden genetischen Anlagen der Angusrinder bieten eine gute Voraussetzung für die Direktvermarktung.

Die Erzeugung von Ziegenkäse auf dem Betrieb Ehrig ist eine Nische und dadurch erfolgreich.

Gesunde Klauen sind die Voraussetzung für das Standbein Mutterschafhaltung der Hendel GbR.

Ein besonderes Angebot an Pferdebesitzer – Pensionstierhaltung im Bewegungsstall des Reiterhof Seifert.

Die Schüler entwerfen Einkommensalternativen für die eigenen Betriebe.

Erwerb der Ausbilderbefähigung im Rahmen der Wirtschafterausbildung

Im Rahmen der Ausbildung zum/r Staatlich geprüften Wirtschafter/in für Landwirtschaft werden auch Kenntnisse zur Mitarbeiterführung und Berufsausbildung vermittelt. Somit ist auch die Berufs-und Arbeitspädagogik ein Prüfungsbestandteil der Fachschule.

Fachschüler unterweist eine angehende Pferdewirtin in der Beurteilung von Zuchtstuten. 

Studienfahrt der Fachschüler und Meisteranwärter nach Sachsen-Anhalt

Zum Abschluss der Fachschule und des Meisterkurses unternehmen 20 Fachschüler und Meisteranwärter im April 2014 eine Exkursion nach Sachsen-Anhalt.

Nach dem Start in Zwickau stand als erstes die Anatomie von Mensch und Tier in der Ausstellung »Körperwelten« in Dresden im Mittelpunkt. Weiter ging es zur River Valley Ranch in Jessen, welche sich auf Westernreiten spezialisiert hat. Am zweiten Tag konnten wir uns von der modernen Technik und Schlagkraft des Dienstleistungsunternehmens AGRAVIS Fläming-Mittelelbe GmbH überzeugen. Unsere nächste Station war die Agrargenossenschaft Kemberg e.G., die gerade mit dem Neubau eines Milchviehstalles beschäftigt war.

Ein ehemaliger Zwickauer Fachschüler stellte uns schließlich den Pflanzenbau der Agrargenossenschaft Wörlitz e.G. vor, in welcher er nach dem Fachschulstudium in leitender Position tätig ist. Nach der Übernachtung in der Lutherstadt-Wittenberg wurde am letzten Tag der Exkursion die Annaburger Nutzfahrzeuge GmbH besucht. Das Unternehmen produziert am traditionsreichen Standort eine breite Palette an Landtechnik auf individuelle Kundenbestellung.

Um einige Eindrücke und Ideen reicher wurde gegen Abend die Heimreise Richtung Zwickau angetreten.

Fachgespräche über die Technikausstattung der AGRAVIS Fläming-Mittelelbe GmbH

Zu Besuch bei der Agrargenossenschaft Wörlitz e.G.

Projekte managen – Fachschüler vermitteln Grundschülern das Besondere der Grünen Berufe

Im Rahmen eines Projektes haben die Fachschüler im Jahr 2013 sieben Klassen der Windbergschule Zwickau die Besonderheiten der Grünen Berufe gezeigt.

An zwei Praxistagen auf Landwirtschaftsbetrieben, einem Tag der offenen Tür der Fachschule für Landwirtschaft Zwickau und an einem Feldtag zum Thema Getreide konnten die Grundschüler mit Kälbern auf Tuchfühlung gehen, Schweine füttern und Getreide bestimmen. Die Fachschüler gestalteten die Praxistage mit viel Engagement, so dass 160 Kinder die Breite der Grünen Berufe, vom Tierwirt und Pferdewirt über den Landwirt bis hin zum Landmaschinenmechaniker, altersgerecht erkunden konnten.

Fachschüler als Organisatoren

Fachschüler stellen landwirtschafliche Beruf in der Grundschule vor.

»Jetzt wissen wir, was auf dem Feld nebenan wächst.«

zurück zum Seitenanfang