Fachschulgang »Staatlich geprüfte/r Wirtschafter/in für Landwirtschaft«
Ziel der zweijährigen Fortbildung ist die Vertiefung landwirtschaftlicher Fachkenntnisse sowie die Erweiterung betriebswirtschaftlicher und organisatorischer Kompetenzen. Aber auch Schlüsselkompetenzen wie Eigenverantwortung, Kommunikationsfähigkeit und Teamarbeit werden im Rahmen der Fachschule gezielt gefördert.
Damit sind die Fachschülerinnen und Fachschüler nach Abschluss der Fortbildung befähigt, einen Betrieb zu leiten oder Aufgaben im mittleren Führungsbereich in landwirtschaftlichen Betrieben zu übernehmen. Der Abschluss ist eine wichtige Basis für die Meisterprüfung Landwirtschaft und ermöglicht eine Befreiung von Prüfungen im Teil »Berufsausbildung und Mitarbeiterführung«.
Aufnahmevoraussetzungen
Voraussetzung für die Aufnahme an der Fachschule ist ein Berufsabschluss in einem agrarwirtschaftlichen Beruf. Im Ausnahmefall ist auch ein anderer Berufsabschluss möglich, wenn zusätzlich mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in der Landwirtschaft nachgewiesen werden können.
Der Fachschulbesuch ist kostenlos. Lediglich bei Exkursionen können Kosten für individuelle Anreise und Verpflegung entstehen. Es besteht die Möglichkeit, finanzielle Förderung zu beantragen (BAföG, Begabtenförderung).
- Aufnahmevoraussetzungen, Ausbildungsdauer, Bildungsinhalte Mehr Informationen zur Fortbildung im Themenportal Grüne Berufe
Wie läuft die Fachschulzeit ab?
Die Fortbildung dauert zwei Jahre. Sie gliedert sich in eine berufstheoretische Unterrichtszeit und ein gelenktes Praktikum.
Die Berufstheorie wird in Vollzeit unterrichtet. Sie findet in zwei aufeinanderfolgenden Winterhalbjahren jeweils vom 1. November bis zum 15. April des folgenden Kalenderjahres statt.
Das gelenkte Praktikum ist in einem landwirtschaftlichen Betrieb zu absolvieren. Hierfür ist ein Praktikumsvertrag abzuschließen. Praktikumspflicht besteht nur für diejenigen Personen, die keine mindestens 12-monatige landwirtschaftliche Berufstätigkeit nachweisen können. Für die Fachschülerinnen und Fachschüler, die das gelenkte Praktikum absolvieren müssen, ist es in drei Zeiträume gegliedert: August bis Oktober, April bis Oktober und April bis Juli. Während des Praktikums muss an mindestens 15 Tagen am fachtheoretischen Unterricht (Sommerschultage) teilgenommen werden.
Im Rahmen des gelenkten Praktikums müssen erstellt werden:
- eine Projektarbeit,
- eine Erfassung und Aufbereitung betriebswirtschaftlicher Daten sowie
- eine Analyse und Bewertung eines betrieblichen Teilbereichs im Produktionsablauf.
- Zeitlicher Ablauf der zweijährigen Fachschule für Landwirtschaft (*.pdf, 0,53 MB) Fortbildungsdauer im Überblick
Welche Inhalte vermittelt die Fortbildung?
Die Fachschulfortbildung umfasst unter anderem:
- Betriebsführung und Unternehmensgründung
- Pflanzen- und Tierproduktion
- Agrarrecht, Marktwirtschaft und Ökologie
- Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
- Projektarbeit und Kommunikation
Im Laufe der Fachschulzeit muss eine Facharbeit angefertigt werden. Neben dem Bestehen der Prüfungen ist diese abschlussrelevant. Dieser Prozess wird durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer begleitet. Der Unterricht ist praxisnah und wird durch zahlreiche Exkursionen ergänzt. Außerdem werden regelmäßig Unternehmen in der Region, auch die Betriebe der Fachschülerinnen und Fachschüler, besucht. Dies führt zu regem Erfahrungsaustausch und ermöglicht das Vernetzen in der Branche.
- Inhalt und Stundenzahl der Fachschule für Landwirtschaft (*.pdf, 0,59 MB) Lernfelder im Überblick
Kontakt
Fachschule für Landwirtschaft Plauen
Schulleiterin
Katrin Lehnert
Besucheradresse:Europaratstraße 7
08523 Plauen
Telefon: 03741 1031-01
E-Mail: info@fsl-plauen.de