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Fachinformationen aus den Sachgebieten

Bewirtschaftung in Naturschutzgebieten im Landkreis Nordsachsen

Informationen der Unteren Naturschutzbehörde Landwirtschaftsbetriebe sind wichtige Partner für den Naturschutz!

Die Verordnungen für die 16 Naturschutzgebiete im Landkreis Nordsachsen enthalten Regelungen zur landwirtschaftlichen Nutzung. Bei möglichen Fragen können sich Landwirtschaftsbetriebe an die Untere Naturschutzbehörde wenden, z. B.

  • ob Flächen in einem NSG bewirtschaftet werden,
  • welche Bewirtschaftung zulässig bzw. mit dem Schutzzweck vereinbar ist,
  • welche Bewirtschaftungsmaßnahme ggf. anzeigt werden muss.

Weitere Themen sind:

  • Erhalt und die Sicherung von Landschaftselementen in der Kulturlandschaft
  • Auskoppeln von Biotopstrukturen
  • Beratung zu Herdenschutz bzw. zur Förderung von Schutzmaßnahmen vor dem Wolf
  • Schutz der Insektenvielfalt

Ansprechpartner:
Untere Naturschutzbehörde Nordsachsen
Petra Berger
Telefon: 03421 758-4169
E-Mail: petra.berger@landratsamt-nordsachsen.de

Rote Gebiete – teilweise neu ausgewiesen

Auf Grund der im Mai dieses Jahres in Kraft getretenen neuen Düngeverordnung sind die Bundesländer verpflichtet, die Nitratgebiete nach bundesweit einheitlichen Kriterien neu auszuweisen und zusätzliche Landesmaßnahmen für diese Gebiete zu bestimmen.

Diese Neuabgrenzung der Roten Gebiete in Sachsen ist seit einigen Tagen abgeschlossen. Über das Portal »InVeKoS Online GIS« sind sowohl die bisherigen als auch die neu ausgewiesenen Nitratgebiete abrufbar:

https://www.smul.sachsen.de/gis-online/login.aspx

Insgesamt hat sich die Fläche der Nitratgebiete in Sachsen von rund 156.000 ha um etwa 26.000 ha auf 130.600 ha verringert. Es ist aber teilweise zu erheblichen Verschiebungen der Gebiete gekommen, so dass auch bisher nicht betroffene Landwirte jetzt Flächen im roten Gebiet bewirtschaften.

Da ab dem 01.01.2021 im Nitratgebiet zusätzliche Vorschriften einzuhalten sind, raten wir Ihnen dringend, sich über das o.g. Portal zu informieren, inwieweit Sie betroffen sind.

Um Ihnen die Recherche zu erleichtern, finden Sie unter folgendem Link eine Beschreibung zur Nutzung der betreffenden Anzeigeoptionen im InVeKoS Online GIS:

Recherche Nitratgebiete
[Download, *.pdf, 1,87 MB]

Für Fragen stehen Ihnen gern zur Verfügung: 
Frau Miersch, Telefon: 03425 99997-46
Frau Wallbaum (ISS Rötha), 034206 589-29
Herr Kunze (ISS Rötha), 034206 589-26

Ökologische Vorrangflächen mit Zwischenfrüchten oder Gründecke für Futternutzung freigegeben

Sachsens Landwirte können ab 25.09.2020 Flächen mit Zwischenfruchtanbau oder Gründecke für die Beweidung nutzen oder für Futterzwecke mähen, die als im Umweltinteresse genutzte Fläche ausgewiesen sind.

Hinweise für Waldbesitzer und Landwirte zur Lagerung von Holz auf landwirtschaftlichen Flächen

Für Landwirte ergeben sich aus der Lagerung von Holz auf ihren Flächen mitunter Unsicherheiten bezüglich der Auswirkungen auf die Agrarförderung. Das vorliegende Merkblatt informiert über die grundsätzlichen Regelungen in diesem Bereich.

Neue Beraterin für Fachrecht Tierhaltung im FBZ Wurzen/ ISS Rötha

Seit 01.11.2019 gibt es im FBZ Wurzen/ ISS Rötha wieder eine Sachbearbeiterin für das Fachrecht in der Tierhaltung, Frau Jeannette Heinrich. Sie beschäftigt sich unter anderem mit der Beratung tierhaltender Betriebe hinsichtlich der Einhaltung des Fachrechtes und der Cross-Compliance-Verpflichtungen, der Anforderungen an Lagerstätten für organische Wirtschaftsdünger und Silage sowie zu Tierschutz und –kennzeichnung. Ihr Tätigkeitsbereich sind die Landkreise Nordsachsen und Leipzig sowie die Stadt Leipzig.

Ihre Zuständigkeit erstreckt sich grundsätzlich auf alle Tierarten. Schwerpunkte sind Rinder, Schweine und Schafe. Darüber hinaus fungiert sie als Ansprechpartner für ökologische Tierhaltung. Der Dienstsitz von Frau Heinrich ist die Informations- und Servicestelle in Rötha. Bei Fragen zum Fachrecht in der tierischen Produktion können Sie sich also gern an unsere neue Mitarbeiterin wenden.

Ansprechpartnerin:
Jeannette Helm
Telefon: (034206) 589-27
E-Mail: Jeannette.Helm@smul.sachsen.de

Planung des nächsten Winterschulungsjahres der regionalen Rinderzuchtvereine Muldental, Mockrehna, Döbeln und Rötha

Die Gesundheit geht vor!

Angesichts der aktuellen Entwicklung bei der Ausbreitung des Corona- Virus hat der Vorstand des Röthaer Rinderzuchtvereins e.V. entschieden, die geplante Exkursion in Betriebe in Mecklenburg/Vorpommern abzusagen.

Ob die Reise zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann oder ganz ins nächste Jahr verschoben wird, muss zunächst offenbleiben. Wir bedauern dies sehr und bitten um Ihr Verständnis. Bereits eingegangene Zahlungen werden zurückerstattet.

Gesetzliche Bestimmungen zum Pflanzenschutz

  • Anwender von Pflanzenschutzmitteln (PSM) in landwirtschaftlichen, gärtnerischen und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie sonstige Anwender von PSM, Lohnunternehmer, Berater, Ausbilder und Verkäufer müssen seit 26.05.2015 einen Antrag auf Erteilung einer PS-Sachkundenachweis-Karte stellen.
  • Darüber hinaus ist der Personenkreis aller drei Jahre zum Besuch einer Fortbildung zur Pflanzenschutz-Sachkunde verpflichtet.
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nur auf landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Flächen erlaubt (Hofflächen, Wege und Plätze bedürfen Ausnahmegenehmigung durch das LfULG).
  • Es gilt eine Aufzeichnungspflicht bei Anwendung von Pflanzenschutzmitteln bezüglich:
    - Name des Anwenders
    - Name des Pflanzenschutzmittels
    - Anwendungszeitpunkt
    - Aufwandmenge
    - Flächenbezeichnung
    - Anwendungsgebiet (Kultur, Zielobjekt)
  • Aufzeichnungspflicht für Betrieb bei Anwendung mindestens 3 Jahre
  • Für Händler, die Profimittel nur an sachkundige Personen abgeben, gilt, sie müssen Aufzeichnungen über Lagerung und Abgabe führen. Diese müssen am Jahresende noch weitere 5 Jahre aufgehoben werden.
  • Pflanzenschutzmittel dürfen nur noch bis zu 6 Monate nach Ablauf der Zulassung verkauft werden.
  • Pflanzenschutzmittel dürfen nur noch 18 Monate nach Zulassungsende eingesetzt werden.
  • Pflanzenschutztechnik muss vom BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) zugelassen sein und aller 2 Jahre durch einen Kontrollbetrieb geprüft werden.
  • Einhaltung der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln für alle Zulassungsparameter
  • Einhaltung der Bienenschutzbestimmungen, Anwendungsverbote und –beschränkungen
  • Einhaltung von Abstandsauflagen zu Gewässern und Feldgehölzen sowie aller Festlegungen in Auflagenform
  • Der Mindestabstand bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln muss zu Umstehenden und Anwohnern bei Anwendungen in Flächenkulturen 2 Meter und bei der Anwendung in Raumkulturen 5 Meter betragen.

Düngebedarfsermittlung für die Stickstoffdüngung auf Ackerland nach Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 01. Oktober

Ein aktuelles Prüf- und Dokumentationsblatt unterstützt Sie bei der Ermittlung des Düngebedarfs für die Stickstoffdüngung auf Ackerland nach Ernte der letzten Hauptfrucht bis zum 01. Oktober.

Pflanzenschutzmittelverbot auf ökologischen Vorrangflächen

Im Europäischen Parlament wurde ein Pflanzenschutzmitteleinsatz-Verbot auf ökologischen Vorrangflächen beschlossen. Das bedeutet unter anderem, dass bei Ackerbohnen und Erbsen alljährlich notwendige Maßnahmen wie die chemische Bekämpfung der Unkräuter, der Blattläuse und Erbsenwickler auf diesen ausgewiesenen Flächen verboten sind.

Obwohl sich laut der Ausgabe 23 der Bauernzeitung vom 9. Juli 2017 Seite 19 mehrere Abgeordnete im Landwirtschaftsausschuss des Europäischen Parlaments gegen dieses Verbot ausgesprochen haben, dürfte für den Anbau 2018 das Verbot gültig bleiben.

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