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Chancen für ländliche Gebäudesubstanz

Ergebnisse der Fachtagung »Neue Lebenswelten in alten Gemäuern«

Die LfULG-Fachtagung »Neue Lebenswelten in alten Gemäuern« in Waldenburg bot Einblick in Megatrends, die ländlichen Räumen neue Chancen eröffnen. Durch die Digitalisierung und technologische Entwicklung schwinden die Grenzen zwischen urbanen und ländlichen Räumen – so der Politikberater Dr. Daniel Dettling (re:publik -  Institut für Zukunftpolitik). Standortvorteile der ländlichen Räume und historische Gebäudesubstanz sind für bestimmte Interessentengruppen Anreiz zur Ansiedlung. Das zeigen die Ergebnisse einer vom LfULG beauftragten Untersuchung.

Für eine zielgruppengerechte Ansprache wurden Handlungsempfehlungen zur Vermittlung ländlicher Gebäude vorgestellt. Die Geschichte des Hauses und seiner ehemaligen Bewohner können ebenso Motivation für eine Umnutzung sein wie die Begeisterung für Baukultur, Heimatverbundenheit, der Wunsch nach Selbstverwirklichung oder nach dem Leben auf dem Land. Mit dem Praxisbeispiel Coworking Spaces im Gutshof Glien wurde deutlich, dass auch die Netzwerke der Umnutzer ein Potenzial für den ländlichen Raum darstellen. Dass Freizeitwohnen Neubürger in den ländlichen Raum bringen und Arbeitsplätze schaffen kann, zeigte ein Beispiel aus Brandenburg.

Der Erfahrungsaustausch am Nachmittag gab vielfältige Antworten auf die Fragen »Wie bringt man ungenutzte Gebäude an die Frau/den Mann?«, »Wie schafft LEADER Baukultur?« und »Denkmäler - Last oder Lust?«.

Die Kernbotschaft der Fachtagung lautete: Um Neubürger für ländliche Gemeinden zu begeistern, braucht es ein »Willkommenheißen«, das mit der Vermittlung von Gebäuden beginnt und zum Verorten eine weitere Begleitung erfordert.

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