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Witterungsbedingte Extreme in Sachsen

Erhöhte Risiken für Trockenheit und Erosion

Die Entwicklung des Klimas in Sachsen seit den 1960er-Jahren zeigt die hohe natürliche Variabilität, die zunehmend von einem Erwärmungstrend überlagert wird. Der Klimawandel in Sachsen wurde auf Basis einer aktualisierten Datengrundlage und neuer methodischer Verfahren durch das LfULG analysiert und als Heft der Schriftenreihe veröffentlicht. Die Broschüre schreibt die Klimaanalyse aus dem Jahr 2008 fort und bekräftigt die früher gefundenen Ergebnisse.

Erstmals wurden verschiedene Witterungsextreme differenziert untersucht. Zum Beispiel ist die Anzahl der Sommertage (Tmax > 25 °C) pro Jahr erheblich angestiegen (1981-2010: +25 % vs. 1961-1990). Damit gingen auch Zunahmen in Häufigkeit (+8 %) und Intensität (+10 %) von Starkregenereignissen einher. In der Vegetationsperiode I (April-Juni) verringerten sich die Niederschläge (-12 %). Damit erhöhte sich das Trockenheitsrisiko für die Landwirtschaft, der Bewässerungsbedarf stieg. Im Vergleich dazu zeichneten hohe Zunahmen in den Niederschlagssummen (+12 %), die jedoch regional unterschiedlich ausfielen, die Vegetationsperiode II (Juli-September) aus. Die Kombination aus gestiegenen Niederschlagssummen und Starkregenereignissen (+18 %) weist darauf hin, dass der Starkregenanteil in der Vegetationsperiode II zugenommen hat. Das bedeutet, dass trockene Witterungsabschnitte zunehmend von Starkregenereignissen unterbrochen werden. Damit geht ein erhöhtes Erosionsrisiko einher. Maßnahmen zum Erosionsschutz mindern gleichzeitig das lokale Hochwasserrisiko. In den Wintermonaten wurden für Temperatur und Niederschlag ausgeprägte dekadische Schwankungen festgestellt.

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