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Wird Sachsen tatsächlich immer trockener?

Aktueller Wissensstand zur Dürre

Abweichungen insbesondere des Niederschlags vom Normalzustand werden als meteorologische Trockenheit bezeichnet. Bei fortschreitender Andauer des Defizits werden immer tiefer liegendere Bodenwasserspeicher entleert und es entwickeln sich landwirtschaftliche (wenige Monate) und hydrologische (zumeist
> 6 Monate) Dürren.

In einem gemeinsamen Projekt mit der TU Dresden hat das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu Dürreindizes und -monitoring erarbeitet. Ziel war die Analyse der Voraussetzungen von Dürre für verschiedene Anwendungsgebiete auf der Basis der Daten ausgewählter Klimamessstationen in Sachsen. Dabei wurden z. B. die Wechselwirkungen zwischen Trockenperioden und Starkniederschlägen durch den Vergleich von simulierten Bodenfeuchten, meteorologischen Trockenperioden und Starkniederschlägen aufgezeigt.

Exemplarisch wurden für fünf Klimamessstationen im Zeitraum 1961–2013 ausgewählte meteorologische Dürreindizes mit unterschiedlichen Datenanforderungen berechnet und mit Modellierungen der Bodenfeuchte verglichen. Weil Dürreperioden in Sachsen überwiegend auf Niederschlagsdefiziten beruhen, sind niederschlagsbasierte Indizes deutlich aussagekräftiger als rein temperaturbasierte Indizes. Vor allem im Sommerhalbjahr werden Dürren aber durch eine erhöhte Verdunstung verschärft. Deshalb können mit Indizes, die diesen Verlust berücksichtigen, Trockenperioden noch umfassender charakterisiert werden.

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