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Wieviel Wasser steckt im Nebel?

Niederschlagsmessung präzisiert

In einem LfULG-Forschungsprojekt wurde ein objektives Verfahren entwickelt, das erstmals den Nebelniederschlag über den Flüssigwassergehalt flächendeckend berechnet. Damit kann dieser jetzt bei der Ermittlung von Niederschlagsmengen berücksichtigt werden.

Die Messung des Niederschlags ist mit Verlusten z. B. durch Wind behaftet, die mit standardisierten Verfahren korrigiert wird. Für den Beitrag abgesetzter Niederschläge wie Nebel fehlte bisher ein wissenschaftlich begründetes Korrekturverfahren. Diese Niederschläge sind von der Art der Vegetation – Wald oder Acker/Wiese – abhängig. Ohne Berücksichtigung des Nebels entsteht eine Lücke in der Bilanz des Wasserhaushalts. Im Mittelgebirge mit großem Waldanteil kann diese Lücke sehr groß sein. Zuverlässige Daten sind aber Voraussetzung z. B. für die Prognose von Frühjahrshochwasser und die Einschätzung des Trockenheitsrisikos für Natur, Land- und Forstwirtschaft.

Für die Praxis wurden mittels eines neu entwickelten Verfahrens 1 km-Rasterdaten für tägliche und monatliche Nebelniederschläge von 1967 bis 2014 für Sachsen erzeugt.

Die vollständigen Ergebnisse des Projektes wurden im Internet veröffentlicht.

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