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Wasserkraft und Naturschutz

Erfahrungsaustausch zum Fischschutz an Wasserkraftanlagen

Das Spannungsfeld zwischen der Wasserkraftnutzung von Fließgewässern und den Anforderungen des Naturschutzes stand im Mittelpunkt der LfULG-Veranstaltung »Verbesserung der Gewässerdurchgängigkeit« in Dresden. Etwa 120 Teilnehmer aus Behörden, Ingenieur- und Planungsbüros, Naturschutzverbänden sowie Betreiber von Wasserkraftanlagen informierten sich über rechtliche und fachliche Grundlagen zum Thema Gewässerdurchgängigkeit an Wasserkraftanlagen. Dabei war die Frage des Schutzes von flussabwärts wandernden Fischen vor dem Eindringen in die Wasserkraftwerksturbinen von zentraler Bedeutung.

Im Ergebnis der Diskussion zeigten sich noch erhebliche Wissensdefizite in Bezug auf das Individualverhalten wandernder Fische an Wanderhindernissen und die Einflüsse von Wasserkraftanlagen auf Fischpopulationen. Prinzipielles Einvernehmen bestand darin, dass physische Barrieren wie z. B. Leitrechen mit geeigneten Stabweiten den besten Schutz vor dem Eindringen und den damit verbundenen Schädigungen von Fischen in die Turbinen der Wasserkraftanlagen bieten. Allerdings liegen bezüglich der Schutzfunktion von Rechen nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu sehr kleinen bzw. jungen Entwicklungsstadien von Fischen (kleiner 10 cm) vor.

Positiv hervorgehoben wurde, dass die Wiederherstellung und die Verbesserung der Durchgängigkeit sächsischer Fließgewässer seit mehr als 10 Jahren durch den Freistaat Sachsen gefördert wird. Damit haben Wasserkraftanlagenbetreiber die Möglichkeit, die Anlagen gemäß den ökologischen Anforderungen um- bzw. nachzurüsten. Die Vorträge der Veranstaltung sehen im Internet zur Verfügung.

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