Unterflurzuluftführung in der Schweinehaltung
Innovative Lösung zur Optimierung des Stallklimas
Leistungseinbußen durch Hitzestress veranlassen Schweinehalter, nicht nur aus dem Blickwinkel des Tierwohls, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen nach effektiven Möglichkeiten der Zuluftkühlung zu suchen. Im Rahmen eines LfULG-Forschungsprojektes wurde die Einführung einer Unterflurzuluftführung in einem großen Schweinemaststall wissenschaftlich begleitet. Ziel war die Quantifizierung und Bewertung der Auswirkungen auf das Stallklima.
Im Ergebnis wurde eine mittlere Abkühlung der Zuluft um 5,5 K bei 30 °C und eine mittlere Vorwärmung um 5,8 K bei -10 °C Außentemperatur erreicht. Neben der Verbesserung des Tierwohls bietet allein die Verringerung von Hitzestress bedingten Leistungsdepressionen das Potenzial, die baubedingten Mehrkosten zu decken. Hinzu kommen Einsparungen an Wärmeenergie und elektrischem Strom.
Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Internet veröffentlicht. Sie bieten Stallplanern und Schweineproduzenten Hinweise für innovative Lösungen zur Optimierung des Stallklimas.
- Unterflurzuluftführung in der Schweinehaltung Schriftenreihe, Heft 17/2015