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(Über-)Leben in einem extremen Lebensraum

Neues Heft »Naturschutzarbeit in Sachsen« erschienen

Die Große Flussuferwolfspinne (Arctosa cinerea) lebt an vegetationsarmen, sandigen Ufern der Meere und auf Sand- und Kiesbänken der Flüsse und Seen. Dort gräbt sie sich Röhren, die sie mit Seidenfäden stabilisiert. Im Sommer kann es zu starken Temperaturdifferenzen zwischen Sandbank und Röhre kommen. Dies sind aber nicht die einzigen Herausforderungen in diesem extremen Lebensraum. Überflutungen der Sandbänke überlebt die Spinne durch Verschließen ihrer Röhren. In einer Luftblase kann sie dort mehrere Tage überleben, bis der Wasserstand wieder sinkt.  In Sachsen sind Vorkommen an Elbe, Mulde und Neiße bekannt. Ein Fachbeitrag in dem aktuell erschienenen Heft »Naturschutzarbeit in Sachsen« beschreibt Lebensweise, Bestandssituation in Sachsen und Schutzmaßnahmen für diese seltene und außergewöhnliche Art.

Weitere Schwerpunkte des Heftes sind die Bedeutung und der Schutz von »Hochwasserbiotopen«, die Artenvielfalt auf der Hochfläche südlich von Satzung, die Analyse von Todesursachen in Sachsen aufgefundener Seeadler, Empfehlungen für den Umgang mit Nahrungshabitaten des Weißstorchs und ein Bericht über ein Schwarzpappelprojekt in Sachsen. Eine Übersicht über Änderungen in sächsischen Schutzgebieten schließt das Heft ab. Der Mitteilungsteil enthält Personalmeldungen aus dem ehrenamtlichen Naturschutzdienst, Literaturempfehlungen, Informationen zu Veranstaltungen sowie Kurzberichte über Naturschutzprojekte.

Das Heft 2016 »Naturschutzarbeit in Sachsen« kann kostenfrei beim Zentralen Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung bestellt werden und steht auch digital zur Verfügung.

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