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Tafelsilber der Natur

Exkursion in das NSG Alte See - Ruhmberg

Mit einer Exkursion in das Naturschutzgebiet (NSG) Alte See - Ruhmberg wird die Veranstaltungsreihe »Tafelsilber der Natur« am 27. Mai 2017 fortgesetzt. Der Weg führt über einen ehemaligen Truppenübungsplatz am Ruhmberg westlich von Grimma, auf dem durch den militärischen Betrieb und durch Schafbeweidung eine kleinteilige abwechslungsreiche Landschaft entstand, an deren Rand die Parthe fließt. Das Gebiet wurde erst 2015 zum NSG erklärt. Gräben, Wälle und Ruinen sowie eine ehemalige Schießbahn erinnern noch an die Militärzeit. Die Exkursion wird vom LfULG in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt angeboten.

Um die Ruhmbergkuppe gruppieren sich kleinere Laubwaldstücke, die sich nach Süden und Westen mehr und mehr in ein Mosaik aus Baumgruppen, Einzelgehölzen und Wiesen auflösen. In den verschiedenen Ausprägungen von Glatthafer- und Rotschwingelwiesen, die mit Schafen und Ziegen beweidet werden, fallen im Frühjahr Körnchen-Steinbrech, Margerite, Heide-Nelke und Tausendgüldenkraut auf, an mageren Stellen auch Kreuzblümchen und Thymian. In feuchten Senken gedeiht die Grau-Weide. Die wechselfeuchte »Königswiese« an der Parthe beherbergt den Großen Wiesenknopf, Heil-Ziest und Wiesen-Silge.

Die reiche Vogelwelt ist unter anderem mit Brachpieper, Grauammer, Haubenlerche, Rebhuhn, Steinschmätzer, Wachtelkönig, Wendehals und Wiedehopf vertreten. An Fledermäusen wurden Mops- und Bartfledermaus sowie Großes Mausohr festgestellt. Auch die Wechselkröte kommt vor. Unter den Tagfaltern sind Dunkler Ameisenbläuling und Wegerich-Scheckenfalter hervorzuheben. Artenreich ist die Liste wärmeliebender Insekten, darunter Wildbienen und Grabwespen.

Die Bezeichnung »Alte See« bezieht sich auf einen zum NSG gehörigen Teich in Grethen mit einem unwegsamen Erlenbruch, die im Rahmen dieser Exkursion nicht besucht werden. Weiterführende Informationen zur Anmeldung und Anfahrt sind im Internet zu finden.

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