Stern-Stunden für die sächsische Forschung

Teilchenlabor in Dresden kann Arbeit aufnehmen

Der Plauensche Grund wird zum Anziehungspunkt für Astrophysiker aus aller Welt. In den untertägigen Stollen des ehemaligen Eislagers der Felsenkeller-Brauerei ist durch das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf und die TU Dresden das tiefste, mit einem Ionenbeschleuniger ausgestattete Teilchenlabor Deutschlands und damit eine einzigartige Experimentierstätte aufgebaut worden.

Dieses Labor soll dem besseren Verständnis astronuklearer Prozesse dienen. Das Rätsel um die Herkunft der Elemente beispielsweise ist noch lange nicht schlüssig gelöst. Die geplanten Experimente benötigen eine möglichst effektive Abschirmung der kosmischen Höhenstrahlung. Dazu bietet das Stollensystem des Felsenkellers ideale Voraussetzungen.

Ionisierende Strahlung kommt nicht nur von außen, sondern wird auch beim Betrieb des in diesem Labor aufgestellten Teilchenbeschleunigers erzeugt. Zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung, aber auch der Mitarbeiter darf ein solcher Betrieb nur nach Prüfung und Genehmigung durch das LfULG als Strahlenschutzbehörde aufgenommen werden.

Das Genehmigungsverfahren stellte aufgrund der untertägigen Aufstellung und dem für die Experimente nötigen, teilweise wochenlang ununterbrochenen Beschleunigerbetrieb besondere Anforderungen an die Strahlenschutzexperten des LfULG. Die Betriebsgenehmigung konnte im Juli 2018 erteilt werden. Im Ergebnis also eine »Stern-Stunde« für die sächsische Forschung, zu der auch das LfULG seinen Beitrag leisten konnte.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 53: Strahlenschutz

Thomas Philipp

Telefon: (0351) 2612-5301

E-Mail: Thomas.Philipp@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

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