Steinkohle – Gestein des Jahres 2018

Wichtige Informationsquelle für die Geowissenschaften

Steinkohle ist ein Klimaindikator der Vergangenheit, das schwarze Gold der Wirtschaft oder der Klimakiller der Gegenwart – je nach Blickwinkel des Betrachters. Abgebaute Lagerstätten, billigere Importkohle und hohe Treibhausgasemissionen sind ein Grund dafür, dass die letzte Zeche im Ruhrgebiet in diesem Jahr schließt. In Sachsen wurde Steinkohle in den Revieren Zwickau und Freital bis in die 1970iger Jahre abgebaut. Heute beschäftigen uns in den ehemaligen Abbauregionen Setzungen und Hebungen der Erdoberfläche, Änderungen im Grundwasserhaushalt und die Abraumhalden. Ein Expertengremium unterLeitung des Berufsverbands Deutscher Geowissenschaftler (BDG) hat die Steinkohle als Gestein des Jahres 2018 ausgewählt.

Steinkohle ist eine wichtige Informationsquelle über die Entwicklung von Flora, Fauna und des Klimas der Erde. Durch mächtige Steinkohlenablagerungen wissen wir, dass auch in Sachsen vor 360 bis 300 Millionen Jahren eine üppige Wald-Moorvegetation herrschte.

Der BGD, dem auch Vertreter des LfULG angehören, kürt in jedem Jahr ein »Gestein des Jahres«, das aufgrund seiner geologischen Entstehung oder seiner wirtschaftlichen Bedeutung bemerkenswert ist. Es soll damit näher in das öffentliche Bewusstsein gerückt werden.

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Ref. 101a Sächsisches Gesteins-Analytikzentrum

Dr. Manuel Lapp

Telefon: 03731 294-1211

E-Mail: Manuel.Lapp@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de/

zurück zum Seitenanfang