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Space Data Milking

Auf dem Weg zum Melken 4.0

Mit der Entwicklung neuer piezoelektrischer Sensoren zur Ortung von Tieren, Aggregaten und Akteuren – dem GPS im Stall - erschließt sich eine völlig neue Dimension für das Herdenmanagement in der Milchproduktion. Die individuellen Raum-Zeit-Koordinaten erlauben die automatische Verarbeitung von Verhaltensmustern in einem prozessübergreifenden Management-System. Das jetzt gestartete, vom Bundesministerium für Ernährung geförderte dreijährige Forschungsprojekt »Space Data Milking« hat das Ziel, ein solch neuartiges, komplexes Assistenz-System zu entwickeln. Projektpartner sind das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn sowie ein Konsortium aus klein- und mittelständischen Unternehmen, der Schneider Elektronik GmbH & Co.KG Großharthau, der SAW COMPONENTS Dresden GmbH, der Data Service Paretz GmbH und der RSSI GmbH Geretsried.

In dem Management-System werden die anfallenden Prozessdaten mit den Stammdaten der Milchkühe und den Massendaten aus der Echtzeit-Lokalisation automatisch verarbeitet. Aus diesen Daten lassen sich verhaltensspezifische Merkmale und tierphysiologische Zustände ableiten, die der Landwirt gut zur digitalen Tierbeobachtung und Gesundheitsüberwachung nutzen kann. Ebenso kann das System als Navigationshilfe bei der Suche von Tieren dienen. Dies ermöglicht dem Landwirt, schnell und gezielt am richtigen Ort auf kritische Punkte zu reagieren. Das schafft ein Mehr an Produktsicherheit und steigert die Arbeitsproduktivität. Mit dieser Entwicklung versprechen sich die Projektpartner, den Milcherzeugern ein neues Angebot auf dem Weg zur Digitalisierung der Milchgewinnung – Melken 4.0 – zu unterbreiten.

Das Projekt »Space Data Milking« ist Bestandteil der vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft initiierten Zukunftsinitiative simul+. Diese will ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeitsaspekte durch die Entwicklung neuer intelligenter, selbstkommunizierender Techniksysteme noch besser in Einklang bringen.

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