Pfeifengras und borstige Rasen - Extensivgrünland zwischen Nutzung und Pflege
Fachtagung am 17. September in Nossen
Lebensräume im Grenzbereich landwirtschaftlicher Nutzung stehen oft im besonderen Interesse des Naturschutzes. Ein teilweise hoher Artenreichtum und das Vorkommen besonders seltener Arten, die auf extensive Bewirtschaftung oder gezielte Pflege angewiesen sind, zeichnen auch die beiden FFH-Lebensraumtypen Pfeifengraswiesen und Borstgrasrasen aus. Aus der FFH-Richtlinie ergibt sich die Verpflichtung, solche Flächen in einem günstigen Zustand zu stabilisieren und ungünstige Erhaltungszustände zu verbessern. Für beide Lebensraumtypen wurde im Rahmen der EU-Berichtspflichten aber sachsenweit ein ungünstiger Erhaltungszustand festgestellt.
Zur Umsetzung der deshalb notwendigen Maßnahmen bieten sich vor allem die sächsischen Förderprogramme des Naturschutzes an. Damit die freiwilligen Maßnahmen im notwendigen Umfang und auf den entscheidenden Flächen in Sachsen zum Einsatz kommen, sind eine stärkere Vernetzung aller Akteure des behördlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes sowie eine intensivere Beratung der Flächeneigentümer und -bewirtschafter erforderlich. Für ein effektives Vorgehen sind aber auch Umsetzungsinstrumente außerhalb der EU-Förderung zu nutzen und weiter auszubauen.
Auf der Fachtagung »Pfeifengras und borstige Rasen - Extensivgründland zwischen Nutzung und Pflege«, die am 17. September im Landwirtschafts- und Umweltzentrum Nossen stattfindet, werden fachliche Fragen geklärt und Wege zur effektiveren Maßnahmenumsetzung diskutiert. Die Veranstaltung soll den Informationsaustausch zwischen Naturschutzbehörden und Praktikern fördern und einen Grundstein für die weitere Zusammenarbeit vor Ort legen.