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Niedrige Feinstaubwerte aber höhere Ozonbelastungen

Luftqualität in Sachsen – Jahresbericht 2015 erschienen

Die Luftqualität in Sachsen zeichnete sich im Jahr 2015 gegenüber den Vorjahren durch zwei Besonderheiten aus: Erstmals seit Messbeginn im Jahr 1998 gab es sachsenweit keine Grenzwertüberschreitungen beim Feinstaub. Im Sommer kam es witterungsbedingt jedoch teilweise zu sehr hohen Ozonbelastungen. Der Schwellenwert zur Information der Öffentlichkeit wurde an 14 Tagen überschritten. Das geht aus dem Jahresbericht 2015 »Luftqualität in Sachsen« hervor, der jetzt im Internet veröffentlicht wurde.

Wie in den vergangenen Jahren wurden an einigen verkehrsnahen Messstellen die Grenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Die Konzentrationen der Luftschadstoffe Schwefeldioxid, Benzol und Blei lagen auf dem Niveau der Vorjahre und sind unkritisch. Die Zielwerte für die PM10-Inhaltsstoffe (Feinstaub = PM10) wurden an allen Stationen im Messnetz eingehalten. Weitere Auswertungen sind dem Jahresbericht zu entnehmen.

Zur Überwachung der Luftqualität im Freistaat Sachsen wird ein landesweites Luftmessnetz mit kontinuierlich arbeitenden Immissionsmessstationen betrieben. Insgesamt werden zurzeit 29 automatische Multikomponenten-Messstationen unterhalten, an denen gas- und partikelförmige Schadstoffkonzentrationen ermittelt werden. Erfasst werden Schwefeldioxid (SO2), Feinstaub < 10 bzw. 2,5 µm (PM10, PM2,5), Staubniederschlag, Ozon (O3), Stickoxide (NOX) sowie die flüchtigen organischen Verbindungen Benzol, Toluol und Xylol (abgekürzt BTX). Betreiber des Luftmessnetzes ist die Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt und Landwirtschaft.

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