Massive Einkommenseinbußen in der sächsischen Landwirtschaft
Erste Analyse der Buchführungsergebnisse veröffentlicht
Die Analyse der Buchführungsergebnisse 2015/16 und Prognoserechnungen zeigen, dass sich die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe nach wie vor in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation befinden.
Im Abrechnungszeitraum 2015/16 verschlechterte sich die Wirtschaftlichkeit der analysierten sächsischen Betriebe im Vergleich zum Vorjahr. Deren Einkommen (Ordentliches Ergebnis zzgl. Personalaufwand) sank um 21 % bzw. um knapp 7.200 EUR je Arbeitskraft. Es wurde ein Wert in Höhe von 27,3 TEUR je Arbeitskraft erreicht, 2014/15 waren es noch 34,5 TEUR je Arbeitskraft. Der Abwärtstrend hält bereits seit 2013/14 an.
Die ausgewerteten Buchführungsabschlüsse zeigen die Gründe für die schlechtere wirtschaftliche Situation. Hauptursache waren die geringeren Umsatzerlöse aus dem Milchverkauf in den Unternehmen. Sie ergaben sich aufgrund des Milchpreistiefs, das im gesamten Auswertungszeitraum herrschte. Zusätzlich wurde die Gewinnentwicklung durch negative Bestandsveränderungen (Verkauf der Getreidebestände) und geringere Zulagen und Zuschüsse negativ beeinflusst.
Die geringeren Aufwendungen für Material und für die Unterhaltung wirkten diesem Trend entgegen.
Der Ausblick auf die Ergebnisse des laufenden Wirtschaftsjahres 2016/17 ist durchwachsen. Hier werden sich die Auswirkungen der Preiseinbrüche bei Milch und Getreide nochmals zeigen. Es ist mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation in den Landwirtschaftsbetrieben zu rechnen, allerdings in abgeschwächter Form. Die Einkommen werden in den Ackerbaubetrieben am stärksten sinken. Für die Veredlungsbetriebe kann aufgrund der guten Preissituation für Schweine ein deutlicher Einkommenszuwachs erwartet werden.
- Bericht zur Wertung der Wirtschaftlichkeitsergebnisse 2015/16
- Buchführungsergebnisse 2015/16 als auswählbare Gruppenergebnisse