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Leben mit dem Bergbau

Auftakt zum EU-Projekt Vita-Min

Seit über 800 Jahren werden Silber, Zinn, Stein- und Braunkohle in Sachsen und Tschechien abgebaut. Der jahrhundertelange Bergbau verändert die natürliche Struktur der Fließgewässer sowie den Wasser- und Stoffhaushalt im Grund- und Oberflächenwasser.

Das Brauchwasser, das zur Aufbereitung der Bodenschätze verwendet wurde, belastet die Gewässer bis heute mit Schwermetallen, Sulfat und Eisen. In dem grenzüberschreitenden EU-Projekt Vita-Min werden die Gewässerbelastungen, daraus resultierende Konflikte und mögliche Lösungsansätze untersucht. Neben Studien und Pilotvorhaben im Rahmen des Sanierungsbergbaus werden Vermeidungsstrategien für den aktiven Bergbau entwickelt. Das Projekt wird am 6. April 2017 im Rahmen einer Eröffnungskonferenz in Dresden vorgestellt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Die Belastung der Gewässer erschwert die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, die einen guten chemischen und ökologischen Zustand der Oberflächengewässer und des Grundwassers fordert. Um die Auswirkungen des Bergbaus auf die Umwelt zu reduzieren, müssen geeignete Maßnahmen gefunden und umgesetzt werden. Beim aktiven Bergbau können die Gewässer und die Umwelt bereits in der Planungs- und Abbauphase geschützt werden. In ehemaligen Bergbauregionen minimieren geeignete Sanierungsverfahren bereits eingetretene Belastungen. Die Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektes Vita-Min sollen einen Beitrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie leisten und Bergbauvorhaben unterstützen.

Das Vorhaben wird von der Europäischen Union und dem Kooperationsprogramm Freistaat Sachsen - Tschechische Republik 2014–2020 gefördert. Leadpartner ist das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Zu den Projektpartnern gehören die Stadt Oelsnitz im Erzgebirge und die Region Ústecký kraj.

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