Kulturlandschaft gemeinsam entwickeln
Ergebnisse der Fachtagung zur Ländlichen Neuordnung
Kulturlandschaften sind erhaltenswert, unterliegen aber einem ständigen Wandel, zum Beispiel durch landwirtschaftliche Bewirtschaftung, die Anlage von Energieparks oder andere Bauvorhaben. Dabei ist die wesentliche Herausforderung, den gesellschaftlichen, naturschutzfachlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen in gleicher Weise zu genügen.
Innerhalb von Flurbereinigungsverfahren ist es möglich, die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen und geeignete Flächen passgenau bereitzustellen. Dies wurde den 120 Teilnehmern der LfULG-Fachtagung »Ländliche Neuordnung in der Kulturlandschaft« an Hand von Erfahrungsberichten und praktischen Beispielen gezeigt.
Vorteilhaft ist ein aktives Flächenmanagement der Landes- und Kommunalverwaltungen. Beispielsweise kann durch die Führung eines kommunalen Ökokontos kleinräumig eine vorausschauende und gezielte Kompensation von Eingriffen in den Naturhaushalt erfolgen. Die EU-Strategie »Grüne Infrastruktur« hat zum Ziel, mit der Landwirtschaft Ökosysteme zu erhalten und zu verbessern. Zudem können neue Lebensräume geschaffen und die Stadt-Umland-Verknüpfung gestärkt werden.
Weitere Ideen sind, alternative Bewirtschaftungsformen wie Mietacker oder Pachtgärten anzubieten. Im Sinne der Bewirtschafter, Grundstückseigentümer und Naturschutzbehörden kann mit diesen Instrumenten eine Wertschöpfung in der Kulturlandschaft erreicht werden.