Hitze, Starkregen, Trockenheit
Klimaprojektion »WEREX-V-Ensemble« analysiert
Das regionale Klimamodell WEREX dient der Abschätzung zukünftig möglicher Klimarahmenbedingungen im Freistaat Sachsen. Die aktuelle Klimaprojektion »WEREX-V-Ensemble« (seit 2011) wurde jetzt hinsichtlich einer plausiblen Abbildung witterungsbedingter Extreme analysiert. Ziel war die Bewertung für Temperaturextreme, Starkregen und Trockenheit durch einen Vergleich mit der bisherigen Klimaentwicklung, weil hier ein erhöhtes Risiko für das Eintreten für Sachsen ermittelt wurde. Die Analyse ist eine Grundlage für die Weiterentwicklung des Klimamodells WEREX, damit Klimaextreme künftig besser abgebildet werden können.
Die Bewertungskategorien werden durch die Ensemble-Mitglieder in unterschiedlicher Güte abgebildet. Temperatur- und Niederschlagsextreme werden im »WEREX-V-Ensemble« allgemein gedämpft abgebildet. Hierbei gilt: je extremer ein Index, desto schwieriger dessen Abbildung. Das »WEREX-V-Ensemble« simuliert kürzere Trockenperioden häufiger und längere Trockenperioden seltener. Ergänzend erfolgte auch die selektive Abschätzung einer möglichen Entwicklung im 21. Jahrhundert. Die generelle Erhöhung des Temperaturniveaus in Sachsen ist dem »WEREX-V-Ensemble« zufolge geprägt durch stärkere Änderungen in den extremeren Temperaturbereichen, d. h. die Hitze nimmt zu, die Kälte nimmt ab. Darüber hinaus bewirken sowohl abnehmende Niederschlagssummen als auch Niederschlagssummen mit einem erhöhten Starkregen-Anteil – bei gleichzeitig zunehmendem Verdunstungsanspruch der Atmosphäre – eine zunehmende Trockenheit. Insbesondere im Sommerhalbjahr ist zunehmend von längerfristigen Trockenperioden auszugehen.
- Witterungsextreme im WEREX-V-Ensemble Schriftenreihe, Heft 9/2016
- Künftige Klimaentwicklung in Sachsen