Havarie in Litvinov ohne Auswirkungen auf Sachsen
Luftqualität im Erzgebirge konstant – Ergebnisse im Internet
Am 13. August 2015 kam es im Chemiewerk Unipetrol RPA in Litvinov (Tschechien) zu einer Explosion mit nachfolgendem Brand. Der Unfall passierte in einer Anlage, in der Grundstoffe für die Kunststoffherstellung produziert werden. Der Ort der Havarie liegt ca. 12 km von der deutsch-tschechischen Grenze entfernt. Das LfULG hat die Auswirkungen auf die Luftqualität in Sachsen untersucht und stellt den Ergebnisbericht im Internet zur Verfügung.
Die Konzentrationen der Luftgüteparameter Feinstaub, Stickoxide, Schwefeldioxid, Benzol und Benzo(a)pyren in Grenznähe zu Nordböhmen lagen nach dem Chemieunfall innerhalb der üblichen Schwankungsbreiten. Die Grenz- und Zielwerte sowie Alarmschwellen für die Luftgüte wurden sicher eingehalten.
An der Luftgütemessstation Schwartenberg wurden am 13.08. im Vergleich zu dem sonst sehr niedrigen Niveau erhöhte Arsen-, Cadmium- und Blei-Konzentrationen im Feinstaub gemessen. . Die Jahresgrenz- bzw. Zielwerte wurden aber auch an diesem Tag weit unterschritten. Am 15.08. sanken die Konzentrationen wieder auf Normalniveau.
Für Nickel und Chrom gab es keine Auffälligkeiten, die Messwerte lagen im Bereich der Nachweisgrenze. Die Konzentrationen von Ruß und ultrafeinen Partikeln waren ebenfalls nicht auffällig.