Geothermie in Gartenbaubetrieben
Nutzung von Erdwärme in Gewächshäusern
Nutzungskonzepte für eine Wärmeversorgung von sächsischen Gartenbaubetrieben mit Geothermie wurden im Auftrag des LfULG in Abhängigkeit von geologischen Standortfaktoren und Betriebsstrukturen untersucht. Dabei zeigte sich, dass aus (hydro)-geologischer bzw. geothermischer Sicht die besseren Standortverhältnisse in den Modellregionen Dresden-Meißen und Leipzig für eine geothermische Gewächshausnutzung gegeben sind. Hier sind die Untergrundtemperaturen höher als in der Modellregion Chemnitz. Auch der zusätzlich vorhandene konvektive Wärmetransport im Untergrund durch Grundwasser wirkt sich positiv aus. In Zierpflanzenbaubetrieben gestaltet sich dabei sowohl in Bestandsbauten als auch in energetisch optimierten Gewächshausneubauten die Nutzung von Erdwärme zur Gewächshausbeheizung nur teilweise wirtschaftlich. Die Kombination aus Heizöl und oberflächennahen Erdwärmesonden ist hierbei am wirtschaftlichsten. Diese bivalenten Systeme amortisieren sich je nach Entwicklung der Energiekosten nach etwa zehn Jahren in Bestandsbauten bzw. vier bis acht Jahren in Neubauten.
Das Forschungsergebnis dient als Entscheidungsgrundlage für eine Geothermienutzung in sächsischen Gartenbaubetrieben. Die daraus entstandene Publikation richtet sich außerdem an Erdwärme- und Gewächshausplaner und interessierte Bürger.
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- Geothermienutzung in sächsischen Gartenbaubetrieben Schriftenreihe, Heft 6/2015
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