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Freiland-Schnittblumensaison verlängern

Neue Methoden zur Verfrühung von Schnittstauden

Eine gute Möglichkeit, um die Angebotszeiträume von Schnittblumen aus dem Freiland auszudehnen, ist das Verfrühen. Versuche des LfULG mit über 150 Staudenarten und -sorten zeigten, dass ein Vorverlegen des Blühtermins durch Abdecken und Überbauen mit verschiedenen Materialien möglich ist. Der detaillierte Abschlussbericht »Verfrühung von Schnittstauden im Freiland« steht zum Herunterladen bereit. Erwerbsgärtnern und fachlich Interessierten werden Technologien und Kulturabläufe aufgezeigt, die zur Saisonverlängerung und Angebotserweiterung regional produzierter Schnittblumen beitragen. Betriebswirtschaftliche Berechnungen ergänzen die Ergebnisse.

Bereits durch ein Pflanzen in mit Bändchengewebe bedeckten Flächen kann von vielen Staudenarten der Temperaturgewinn im Boden genutzt werden. Die vorzeitige Erwärmung des Bodens führt zu einem zeitigeren Austrieb. Bei vielen Stauden hält dieser Effekt bis zur Blütenentwicklung an, sodass ein bis drei Tage früher geerntet wird. Viele Stauden lassen sich auch durch eine Flachabdeckung mit Vlies um drei bis sieben Tage verfrühen. Dieser Effekt wird intensiviert, wenn zu Beginn der Verfrühungsmaßnahme das Vlies zusätzlich mit einer Lochfolie bedeckt wird. Durch eine derartige Doppelabdeckung lässt sich der Erntebeginn um weitere vier Tage vorverlegen. Das Übertunneln mit Folie stellt eine weitere Intensivierung dar. Lochfolie über Federstahlstäben als Tunnel ab Anfang März über die Bestände gebaut verfrüht um fünf bis zehn Tage.

Märkte können so zeitiger erschlossen und Angebote ausgedehnt werden. Die Vorteile einer regionalen Produktion wie Marktnähe, Frische und Sortimentsvielfalt sind nutzbar. Zudem ist ein Anbau im Freiland eine investitionsarme und energiesparende Möglichkeit zur Produktion qualitativ wertvoller Schnittblumen.

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