Fließgewässerorganismen und Eisen
Auswirkungen der Eisenbelastung auf Fließgewässerorganismen
In Braunkohlenfolgelandschaften kommt es durch den Grundwasseranstieg in einigen Gewässerabschnitten zum Zutritt von saurem und stark eisenhaltigem Grundwasser. Die Oxidation des Eisens führt zur Bildung von Eisenhydroxid, was zu einer sichtbaren Braunfärbung des Oberflächenwassers und danach zur Ablagerung von Eisenschlämmen auf dem Gewässersediment führt. Ein Beispiel dafür in Sachsen ist der Unterlauf Kleine Spree und Spree zwischen Uhyst und der Talsperre Spremberg. In einem LfULG-Forschungsprojekt wurden die Auswirkungen unterschiedlich hoher Eisenbelastungen auf die Fließgewässerbiologie untersucht.
Durch die Bestimmung von Effektkonzentrationen konnte dargestellt werden, dass ein Zusammenhang zwischen ansteigenden Eisenkonzentrationen und sich reduzierender Artenvielfalt im Fließgewässer wahrscheinlich ist. Dieses Ergebnis wird durch internationale Literaturvergleiche gestützt. Sowohl die vorliegende Untersuchung als auch die internationale Literatur zeigen, dass zur differenzierenden Ermittlung von Auswirkungen des Eisens auf die Fließgewässerbiologie aufgrund der hohen Komplexität noch weiterer Forschungsbedarf besteht.
Im Projekt VODAMIN wurden Probleme bergbaubeeinflusster Wässer in insgesamt 34 Teilprojekten in Sachsen und Tschechien untersucht. VODAMIN ist ein Ziel 3-Projekt und wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert.
Die Ergebnisse des Teilprojektes »Qualitative und quantitative Beeinflussungen von Fließgewässerorganismen durch Eisen» wurden im Internet veröffentlicht.
- Fließgewässerorganismen und Eisen Schriftenreihe, Heft 35/2014
- Projektseite Vodamin