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Extensive Weidesysteme – Landschaftspflege mit Tieren

Landwirtschaftsbetriebe als Projektpartner gesucht

Extensive Weidesysteme spielen eine wichtige Rolle, um die besondere Natur und Landschaft in vielen Regionen Sachsens zu erhalten. Sie leisten wertvolle Beiträge zur Förderung von biologischer Vielfalt, zum Schutz des Bodens, des Klimas und des Landschaftsbildes. Ökologisch stabile Landwirtschaftsbetriebe bilden die Voraussetzung, damit Landschaftspflegeleistungen erbracht werden können. Derzeit wird das bestehende Potenzial des Grünlands in Sachsen sowohl ökologisch als auch ökonomisch nicht überall vollständig genutzt.

Vor diesem Hintergrund startete das LfULG 2013 ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, am Beispiel von Modellbetrieben eine wirtschaftlich erfolgreiche Integration von Naturschutzzielen in Betriebsabläufe aufzuzeigen und auf andere Betriebe und Regionen übertragbare Grundlagen zu testen. Für vier ausgewählte Landwirtschaftsbetriebe in drei Regionen (Elbtal im Bereich Nordsachsen, Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft sowie Osterzgebirge) wurden spezifische Weidekonzepte erarbeitet und in der Praxis etabliert. Es wurde gezeigt, dass durch professionelles Beweidungsmanagement sowohl den Ernährungsansprüchen der Rinder als auch den Anforderung des Naturschutzes entsprochen werden kann. Zur Qualifizierung und Diversifizierung  der Datengrundlage werden weitere Mutterkuh haltende Landwirtschaftsbetriebe als Projektpartner gesucht. Interessierte Betriebe können sich an Jörg Döring (LfULG), Telefon: 03731 294-2302; E-Mail: joerg.doering@smul.sachsen.de, wenden.

Das Projekt läuft bis Ende 2020 und soll wichtige neue Impulse für den Erhalt des Grünlandes, vor allem in den so genannten peripheren Regionen Sachsen, aber nicht nur dort, bringen.

Die Vorstellung des Projektes sowie die Chancen und Risiken der Mutterkuhhaltung waren Schwerpunkte der Veranstaltung »Landschaftspflege mit Raufutterfressern« in Nossen. Die Vorträge sind im Internet verfügbar.

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