Einkommenseinbußen in der sächsischen Landwirtschaft
Analyse zeigt Einkommensrückgang auf
Im Abrechnungszeitraum 2013/14 verschlechterte sich die Wirtschaftlichkeit der sächsischen Landwirtschaftsbetriebe gegenüber dem Vorjahr. Das wirtschaftliche Ergebnis sank um 5 Prozent bzw. um knapp 2.000 auf 35.100 Euro je Arbeitskraft. In Deutschland insgesamt ist hingegen das Einkommen um 1,7 Prozent auf rund 35.200 Euro je Arbeitskraft gestiegen. Dies ergab eine Analyse der Buchführungsergebnisse, welche vom LfULG durchgeführt wurde. Sowohl der Bericht zur Wertung der Wirtschaftlichkeitsergebnisse der sächsischen Landwirtschafts- und Gartenbaubetriebe im Wirtschaftsjahr 2013/14 als auch die Buchführungsergebnisse 2013/14 stehen im Internet zur Verfügung.
Das Wirtschaftsjahr 2013/14 war durch Rekord-Milchpreise geprägt. Die erzielten Milchpreise stiegen um 20 % auf 39 Cent/kg Milch. Demgegenüber gaben die Preise für Getreide und Ölsaaten um 10 bzw. 12 % nach. Zudem fiel die Ernte 2013 in Sachsen im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen Deutschlands schlechter aus als im Vorjahr. Hier zeigte sich auch der starke Einfluss des Hochwassers 2013. Zusätzlich stiegen die Aufwendungen in den Landwirtschaftsbetrieben (Materialaufwand +2 %, Personalaufwand +3 %, Abschreibungen +6 %, Unterhaltungsaufwand +2 %, Pachtaufwand +5 %). Während sich die wirtschaftlichen Ergebnisse in den Futterbaubetrieben aufgrund des Milchpreises verbesserten, verschlechterte sich die Situation in den Ackerbau-, Veredlungs- und Verbundbetrieben.
- Bericht zur Wertung der Wirtschaftlichkeitsergebnisse 2013/14
- Buchführungsergebnisse 2013/14 als auswählbare Gruppenergebnisse