Bodenverdichtung bei Bauvorhaben vermeiden
Checklisten zum Erkennen und Beurteilen von Bodenschäden
Eine neue LfULG-Broschüre gibt Hinweise, wie insbesondere bei Baumaßnahmen schädliche Bodenverdichtungen vermieden bzw. minimiert werden können. Böden sind unterschiedlich empfindlich gegenüber mechanischen Lasteinträgen und die eingesetzten Maschinen haben unterschiedliche Wirkungen. Zusätzlich sind die Witterungseinflüsse zu berücksichtigen – vernässte Böden sind besonders stark verdichtungsempfindlich. Die Entscheidung, zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Technik noch eine bodenschonende Befahrung durchgeführt werden kann, ist vielschichtig. In der Broschüre wird anhand zahlreicher Fotos und Grafiken erläutert, woran eine schädliche Bodenverdichtung zu erkennen ist und wie sie behoben werden kann.
Enthalten sind mehrere Checklisten zur Erkennung und Beurteilung von schädlichen Bodenverdichtungen oder Gefügeschäden, zur Planung von bodenschonenden Bauvorhaben und zur Überprüfung von Antragsunterlagen durch Zulassungsbehörden. Diese können von bodenkundlich versierten Personen ohne weitere Hilfsmittel angewandt werden und sollten insbesondere dann für Bauvorhaben herangezogen werden, wenn sehr schutzwürdige und/oder empfindliche Böden betroffen sind, die nach Bauabschluss wieder natürliche Bodenfunktionen übernehmen sollen. Auch die in der Broschüre enthaltenen Karten zur Verdichtungsempfindlichkeit der Böden unterstützen Genehmigungsbehörden und Bauunternehmer bei der Beachtung des Bodenschutzes.
- Schädliche Bodenverdichtung vermeiden Schriftenreihe Heft 10/2016
- Karten der Verdichtungsempfindlichkeit von Böden