»Bio-Staub« im Hühnerstall

Differenzierte Bioaersolmessungen

Bioaerosole stellen  die »biologische Fraktion« des Staubes dar. Im Auftrag des LfULG wurden nun erstmals die Größenverteilungen von Bioaerosolen sowie deren tageszeitlicher Konzentrationsverlauf in der Emission von Anlagen zur Geflügelhaltung mittels standardisierter Verfahren bestimmt. Die Ergebnisse sind in der LfULG Schriftenreihe »Differenzierte Bioaerosolmessungen« nachlesbar. Sie richten sich im Rahmen von Genehmigungsverfahren an Anlagenbetreiber, Gutachter und Behörden. 

Es wurde ein Größenklassenspektrum von  15 Prozent PM2,5; 25 Prozent PM10 und 60 Prozent TSP gemessen. Im Umweltbereich wird »Gesamtstaub« (TSP) als alle von der Luft umgebenen Partikel (PM) innerhalb eines bestimmten Luftvolumens definiert. Die Staubfraktionen PM10 und PM2,5 sind allgemein definiert als Partikel mit einem Durchmesser von 2,5 μm bzw. 10 μm.

Die Untersuchungsergebnisse legen nahe, dass zukünftig sowohl die Verteilung der Partikelgrößen, als auch die tageszeitlichen Emissionsschwankungen bei der Ausbreitungsrechnung von Bioaerosolen berücksichtigt werden sollten.

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 52: Anlagenbezogener Immissionsschutz, Lärm

Michael Lohberger

Telefon: 0351 2612-5216

E-Mail: Michael.Lohberger­@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

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