Betriebsplan Natur am Praxisbeispiel
Ziele, Machbarkeit, Finanzierung
Über 40 landwirtschaftliche Betriebe in Sachsen nutzen auf rund 35.000 Hektar Fläche bereits das neue Angebot des LfULG, mit fachkundiger Unterstützung einen Betriebsplan Natur zu erstellen. Ziel ist, die Möglichkeiten der ökologischen Aufwertung des Betriebes zu nutzen und geeignete Finanzierungswege zu identifizieren. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung werden am 01.09.2017 aktuelle und geplante Naturschutzmaßnahmen in der Agrargenossenschaft Gnaschwitz e. G. (Landkreis Bautzen) vorgestellt und diskutiert.
Der Betriebsplan Natur wird betriebsindividuell erstellt. Er liefert dem Betrieb eine Bestandsaufnahme seiner Naturausstattung und seiner bisherigen Leistungen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Ein Experte zeigt die Besonderheiten des Betriebes aus Naturschutzsicht auf. Dabei werden Möglichkeiten zur weiteren ökologischen Aufwertung der Betriebsflächen, des Betriebsgeländes und der Landschaftsstrukturen ermittelt sowie Vorschläge zur Umsetzung abgestimmt. Informiert wird auch über Möglichkeiten der Finanzierung u. a. über die Naturschutzförderung. Neben einem anschaulichen Kartenwerk erhält der Betrieb einen Bericht über die Bestandsaufnahme und schlagkonkrete Vorschläge und Handlungsempfehlungen.
Das Angebot wird im Rahmen der Naturschutzqualifizierung für Landnutzer (ehemals Naturschutzberatung) aus Mitteln des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) und des Freistaats Sachsen finanziert.
Die Veranstaltung reiht sich ein in die Zukunftsinitiative simul+ des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, mit der Akteure vernetzt und innovative Projekte aus den Bereichen Umwelt, Land- und Ernährungswirtschaft vorgestellt werden. Zudem dient die Initiative dazu, den Erfahrungsaustausch fördern.