Beschallung von Freiluftveranstaltungen

Möglichkeiten zur Lärmminderung aufgezeigt

In den letzten Jahren hat die Weiterentwicklung der Beschallungstechnik zur Erhöhung der erzielbaren Lautstärken geführt. Das LfULG hat dazu Untersuchungen beauftragt, deren Ergebnisse im Rahmen der Fachveranstaltung »Lärmminderung bei der Beschallung von Freiluftveranstaltungen« vorgestellt wurden. Bei großen Freiluftkonzerten ist der Schallpegel am entferntesten Zuhörerplatz im Mittel um etwa 4 dB(A) höher gegenüber dem Prognoseansatz der »Sächsischen Freizeitlärmstudie« aus dem Jahr 2006. Im Bassbereich treten insbesondere bei Großbühnen noch weiter erhöhte Pegel auf. Dies kann bei Freiluftveranstaltungen zu erheblichen Konflikten mit der Nachbarschaft führen. 

Die moderne Beschallungstechnik bietet Lärmminderungspotenziale, die bei sorgfältiger Planung gezielt ausgenutzt werden können. Sowohl die linienförmige Anordnungen von Lautsprechern mit steuerbarer Richtcharakteristik (Line Arrays) als auch nierenförmig abstrahlende Tieftonlautsprecher (Cardioid Subwoofer) sind inzwischen Standard. Die daraus resultierenden Lärmminderungspotenziale sollten unbedingt genutzt werden.
Eine weitere Möglichkeit besteht in der dezentralen Beschallung mit vielen kleinen Lautsprechern. Auch Lärmschutzmaßnahmen auf dem Ausbreitungsweg wie z. B. mobile Schalschutzwände können effektiv sein.

Eine frühzeitige Beteiligung der Immissionsschutzbehörde bei der Planung von Veranstaltungen ermöglicht die rechtzeitige und ausreichende Berücksichtigung des Lärmschutzes.
Die Vorträge der Fachveranstaltung stehen zum Download zur Verfügung

Ansprechpartner

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 52: Anlagenbezogener Immissionsschutz, Lärm

Christoph Fritzsche

Telefon: 0351 2612-5209

E-Mail: Christoph.Fritzsche­@smul.sachsen.de

Webseite: http://www.lfulg.sachsen.de

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