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Baukultur im Ländlichen Raum gewürdigt

Broschüre stellt prämierte Objekte vor

Die Preise im Sächsischen Landeswettbewerb »Ländliches Bauen« 2015, der vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) ausgelobt wurde, sind vergeben. Eine attraktive Broschüre enthält anschauliche Darstellungen zu den 17 Preisträgern und 9 Anerkennungen. Der Landeswettbewerb fördert das Bewusstsein für Qualität der Baukultur im ländlichen Raum Sachsens. Im Mittelpunkt stehen die Herausforderungen eines demografiegerechten Dorfumbaus durch Sanierung, Umnutzung oder Neubau. Außerdem sind Freianlagen von besonderem Interesse, die beispielsweise nach einem notwendigen Abriss gestaltet werden.

Der Ersatzneubau für ein freistehendes ländliches Anwesen in Fürstenau ist Sieger in der der Kategorie »Neu- und Ergänzungsbauten«. Die Jury stellte fest: »Der unprätentiöse Umgang mit dem Außenraum verbindet praktische Aspekte mit schönen Aus- und Einblicken.« Und weiter: »Der in moderner Holzkonstruktion errichtete Satteldachbau greift den traditionellen Typus auf. Sorgsam gestaltete Details aus umweltfreundlichen Baustoffen bestärken den Eindruck eines architektonisch kultivierten, wohnlichen Hauses, das ein Gewinn für den Standort ist.«

Einen Sonderpreis für »Barrierefreies Bauen« erhielt der Neubau eines Wohnhauses auf einer historischen Hofstelle im Ortsteil Lauterbach der Stadt Stolpen. Das Gebäude ist schlicht gestaltet und ordnet sich dem bestehenden Fachwerkbau, mit dem es durch einen Verbindungsbau verbunden ist, baulich unter. Funktional sind die Bedingungen für einen Rollstuhlfahrer so gestaltet, dass eine uneingeschränkt selbstbestimmte Nutzung gewährleistet und auch die Gartennutzung problemlos machbar ist.

Mit dem ersten Preis in der Kategorie »Umnutzung« wurde die Umnutzung einer ehemaligen Scheune zur öffentlichen Begegnungsstätte im Ortsteil Langenchursdorf der Gemeinde Callenberg ausgezeichnet. Der für therapeutische Zwecke genutzte Vierseithof beherbergt in der hier prämiierten Scheune eine kleine Pension mit Hofcafé. »Bemerkenswert sind der schonende Umgang mit der vorgefundenen Bausubstanz und der konsequente Einsatz von ökologischen Materialien in Verbindung mit zeitgemäßen energetischen Lösungen« stellt die Jury fest.

Am Wettbewerb, der unter Verantwortung des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie durchgeführt wurde, beteiligten sich 163 Bewerber. Dem Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V. oblag die Organisation. Unter Leitung von Prof. Thomas Will von der TU Dresden ermittelte eine 6-köpfige Fachjury die Sieger. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der Fachtagung »Baukultur.Land in Sicht?«, die vom SMUL gemeinsam mit der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung durchgeführt wurde.

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