Barrierefreie Wege und Plätze in Dörfern
Hinweise für Neu- und Umbauten
Barrierefrei mit Rollator, Rollstuhl, Blindenlangstock oder Kinderwagen zur Bushaltestelle, zur Feier ins Dorfgemeinschaftshaus oder zum Gießen auf den Friedhof? Das ist nur selten in sächsischen Dörfern möglich. Die jetzt im Internet veröffentlichte LfULG-Broschüre »Dörfer barrierefrei gestalten – Wege und Plätze« zeigt Lösungen für barrierefreie Neu- und Umbauten von Alltagswegen und Aufenthaltsbereichen in Dörfern. Die anschaulich illustrierten Ausführungen bieten Hinweise für Planungen wie Fußgängerwege, Leitsysteme, Überquerungsstellen oder Rampenanlagen. Ausführlich beschrieben sind die Anforderungen an barrierefreie Oberflächenbeläge - ergänzt um eine Bewertung von über 20 unterschiedlichen Materialien. Anhand von Zeichnungen werden geeignete Lösungen beispielhaft dargestellt. Genannt sind jeweils auch die zu berücksichtigenden DIN-Normen und Richtwerte.
Die Veröffentlichung regt an - je nach Bedarf und dörflicher Situation - barrierefreie bauliche Lösungen zu finden, die auch gestalterisch überzeugen.
In der aktuellen Förderperiode sollen in den LEADER-Gebieten Freiräume so neu- oder umgestaltet werden, dass diese von Menschen mit Behinderungen selbständig nutzbar sind, die Lebensverhältnisse aller Dorfbewohner verbessert und die touristische Attraktivität der Dörfer erhöht werden.
Grundsätzlich gelten die mit der Normenfamilie DIN 18040 erklärten Normungsziele für das barrierefreie Bauen gleichermaßen für den städtischen und den ländlichen Raum. Aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen sind unter Beachtung der örtlichen Besonderheiten allerdings Unterschiede in der baulichen Ausführung zu erwarten.
- Dörfer barrierefrei gestalten – Wege und Plätze Schriftenreihe, Heft 27/2016
- Fachtagung »Barrierefreiheit im Dorf - Mit LEADER machbar?!«