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Alt und grau, aber ziemlich stabil

Der Gneis ist Gestein des Jahres

Die Bewohner des Erzgebirges wohnen größtenteils auf Gneis. Er ist daher für sie nichts Besonderes. Jetzt wurde der Gneis vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BGD) und der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften (DDG) zum Gestein des Jahres 2015 gewählt. Der Name Gneuß oder Kneiß ist eine alte Benennung, mit welcher der erzgebirgische Bergmann ursprünglich das meist im mürben und zersetzten Zustand befindliche Nebengestein seiner edlen Erzgänge bezeichnete.

Gneise waren in der Vergangenheit wegen ihrer guten Spaltbarkeit bei gleichzeitig hoher Festigkeit sehr beliebte Werksteine. Die vollständig aus Gneis errichtete Annenkirche in Annaberg ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Verwendung von Gneis als Baustein. Während weltweit – auch in Europa (z. B. Italien, Norwegen) – nach wie vor Gneiswerksteine erzeugt und gehandelt werden, produzieren die sächsischen Steinbrüche derzeit fast ausschließlich Schotter und andere körnige Produkte.

Am 22. April, dem Tag der Erde, findet unter Beteiligung des LfULG vor dem über die Grenzen Sachsens hinaus bekannten Portal der Annenkirche in Annaberg eine öffentliche Präsentation des Gneises als Gestein des Jahres 2015 statt.

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