Aerosole zur Indikation der Luftqualität
Feinstaubbelastung im Raum Leipzig untersucht
In einem LfULG-Forschungsprojekt im Raum Leipzig wurden etwa 90.000 Einzelanalysen durchgeführt, um die Quellen der Feinstaubbelastung über verschiedene Methoden zu ermitteln. An vier Messorten wurden ultrafeine und feine Partikel nach Wetterlagen charakterisiert. Insgesamt zeigen die Ergebnisse dass Feinstaubpartikel (PM) an hochbelasteten städtischen Standorten ganz überwiegend vom Menschen verursacht werden. Bei östlicher Anströmung im Winter entstanden hohe Feinstaubwerte zu 80 % durch Kohle- und Holzheizungen und Sekundär-Partikel. Dabei lag meist überregionaler Ferntransport vor. Bei westlicher Anströmung hingegen dominierten die Verkehrsemissionen. Ruß, Metalle und polyzyklische Kohlenwasserstoffe reduzierten sich seit dem Jahr 2000 deutlich.
Beim Vergleich mit ähnlichen Messungen aus dem Jahr 2000 wurde eine Reduktion von gesundheitsschädlichem Ruß sowohl in ultrafeinen Partikeln als auch insgesamt in der Partikelbelastung nachgewiesen. Damit zeigen die in Leipzig umgesetzten Luftreinhaltemaßnahmen Wirkung; so z. B. die Einführung der Umweltzone. Weitere Anstrengungen sind jedoch notwendig, um den Gesundheitsschutz der Bevölkerung zu verbessern und die Vorgaben des Gesetzgebers zu erfüllen.
Die vollständigen Ergebnisse der Untersuchung sind im Internet veröffentlicht.
- Aerosole zur Indikation der Luftqualität im Raum Leipzig Schriftenreihe, Heft 7/2016
- Informationen zum Projekt