11. Sächsische Biogastagung
Innovationen und neue Konzepte
Unsicherheiten bei der zukünftigen Einspeisevergütung für Strom und schärfere Umwelt- und Sicherheitsauflagen bestimmen das Tagesgeschäft der sächsischen Betreiber von Biogasanlagen. Im Mittelpunkt der 11. Sächsischen Biogastagung in Groitzsch standen neue Konzepte, auf die es zukünftig ankommt. Die Vorträge stehen auf der LfULG-Internetseite zur Verfügung.
Angesichts der anstehenden Novellierung der Düngeverordnung und der neuen Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) zeichnen sich Veränderungen ab, wie die geforderte Umwallung von Gärrestlagern und grundsätzliche Fachbetriebspflichten. Ab 2017 sind technisch anspruchsvolle Abgasgrenzwerte für BHKW in der TA Luft zu erwarten. Für die praktische Umsetzung sind schwefelresistente Abgaskatalysatoren erfolgversprechend. Bei der Anlagensicherheit und Störfallvorsorge ist das LfULG Partner und Dienstleister der Betreiber. Zur Verbesserung der Effizienz und Anlagenwirtschaftlichkeit besteht Potenzial in der Anlagen- und Prozessoptimierung, der Gärproduktaufbereitung, der Flexibilisierung sowie in der Verbesserung des Nutzungsgrades der BHKW-Abwärme. Hier sollte der Schwerpunkt auf »intelligente« standortbezogene Wärmenutzungskonzepte gelegt werden. Fachleute gaben nützliche Hinweise zur praktischen Umsetzung bzw. Anwendung beispielsweise von mobilen Latent- oder externen Wärmespeichern.
Das Thema »Effizienzsteigerung« wird auch bei der 12. Sächsischen Biogastagung am 11.10.2016 ein Schwerpunkt sein.